Lob von Markus Söder: Further Drachenstich eines der bedeutendsten Kulturereignisse in Bayern

Schirmherr und Ministerpräsident Markus Söder war bei seinem Besuch in Furth im Wald begeistert: Von der Aufführung, von den Schauspielern, von allen Aktiven vor und hinter der Bühne. Sein Fazit: „Das ist eines der bedeutendsten Kulturereignisse in Bayern!“
Gegen 19.45 Uhr fuhr ein gut gelaunter Ministerpräsident am Rathaus vor, lauschte zunächst den Fanfaren der Businenbläser des Spielmannszugs Grenzfähnlein und dankte jedem Spieler per Handschlag.
Vor der Aufführung plauderte Söder hinter der Bühne mit der Ritterin Rebecca Bauer, begutachtete den Drachen und sagte bei seinem kurzen Grußwort auf der Bühne: „Wer braucht Salzburg oder Bayreuth, wenn man das hier hat.“ Nachdem die Blumen nach der Aufführung überreicht waren und auf dem Platz vor dem Rathaus ein Standkonzert zu Ehren des Ministerpräsidenten gespielt war, begrüßte Bürgermeister Sandro Bauer zahlreiche Ehrengäste im Großen Sitzungssaal des Rathauses.
An Söder gerichtet sagte er: „Ich bin stolz und dankbar, Sie hier zu haben. Das unterstreicht die Bedeutung des Festes.“ Dann wendete er sich an seine Tochter und Ritterin Rebecca Bauer. Auch wenn er, wie er sagte, befangen sei, lobte er sie natürlich trotzdem: „Deine ganze Familie ist unglaublich stolz auf Dich.“
Mut, Leidenschaft, Talent
Auch für die Leistung von Ritter Alexander Pongratz hatte er nur lobende Worte. „Du hast es toll gemacht.“ An die zu ehrenden Jubiläumsritterpaare gewendet stellte er fest: „Ihr habt das Fest zu dem gemacht, was es heute ist.“ Auch heute habe man wieder eine beeindruckende Aufführung gesehen.
„Mut, Leidenschaft und Talent haben uns begeistert.“ Die Drachenstichzeit sei darüber hinaus eine Gemeinschaftsleistung auch der Bürgerschaft. Sonderlob gab es für Regisseur Alexander Etzel-Ragusa, für dessen Leistung er „recht herzlich“ dankte. Abschließend überraschte Bauer mit der Aussage, seine Rede nicht selbst geschrieben zu haben. Dies habe ChatGPT in kürzester Zeit geschafft. Ähnlich wie die Erfindung des Rades und des Internets werde Künstliche Intelligenz (KI) die Welt verändern. Eines, was man heute wieder gesehen habe, könne KI aber nicht: „Empathie, Emotion und Leidenschaft geben.“
Die Rede selbst geschrieben
Mit der Feststellung, er habe seine Rede selbst geschrieben, eröffnete Söder seine einerseits launige, aber andererseits von Lob geprägte Ansprache. Die „große Ehre der Schirmherrschaft“ habe er in der Kernaufgabe gelöst – es habe nämlich nicht geregnet. Söder merkte hinsichtlich der bayerischen Herzöge als seinen Quasi-Vorgängern an, dass die „nicht immer brav waren“. Sie hätten sich zu Napoleon bekannt, damit Bayern ein Königreich habe werden können und sich dann gegen ihn gewandt, damit das Königreich habe bleiben können. Seither hätten alle bayerischen Regenten „eine gewisse Wendigkeit“ gehabt. Das Festspiel habe ihn „sehr begeistert, denn es war wirklich grandios“.
Udo sei anfangs verliebt aufgetreten, dann weggeritten, schließlich zurückgekehrt, um den Drachen zu töten. Landrat Löffler, so verriet Söder, habe beim Zusehen ständig davon geredet „ob er denn trifft“. Dem Further Bürgermeister, der in der Rolle des Chamerauers auf der Bühne stand, bescheinigte er eine hervorragende Darstellung, wobei er etwas ins Zweifeln geraten sei, was gewisse wechselnde Beziehungen zwischen dem Auftritt und der Realität angehe. So sei hinsichtlich des Festspiel-Zitats vom Kanzler aus Bayern anzumerken, dass „wenn es ein Franke schon nicht wird“ wohl auch keiner aus dieser Region.
Söder meinte, er habe „große Bühne“ ebenso gesehen wie „feine Mimik“, insgesamt sei das „großartig und sehenswert“. Höchst lobenswert sei die Regie um und mit dem Drachen, laut Söder „eine Riesensache“.
Furth im Wald von seiner besten Seite
Beim Drachenstich, so der Ministerpräsident, zeige sich Furth im Wald von seiner besten Seite, das werde andernorts in Bayern und in München oft nicht richtig gesehen. „Furth im Wald liegt nicht am Rande Bayerns, sondern im Herzen Europas!“, betonte Söder, der dann allen Beteiligten bescheinigte: „Das habt ihr großartig gemacht!“ In vielen Gemeinden werde überlegt, wo denn der Weg in Zukunft hingehe. In Furth im Wald sei da beispielsweise die Landesgartenschau im Kommen.
Dass ihm „ins Ohr gepustet“ worden sei, dass das viel Geld koste, gebe er zu. Ohne näher darauf einzugehen meinte der Ministerpräsident, dass Bayerns Finanzminister ein Oberpfälzer sei und dass bei Oberpfälzer Projekten schon auf ihn zu zählen sei.
Der Ministerpräsident stellte mit Blick auf den Drachenstich die Aktivitäten im Ehrenamt heraus. Hier merke man, Freude und Begeisterung seien vorhanden. Die sei wiederum geeignet, in schwieriger Zeit Mut zu machen, „dieser Abend macht Hoffnung“. Dass der Drachenstich seit Generationen aufgeführt werde, sei etwas Besonderes. Und insgesamt sei festzustellen: „Das ist eines der bedeutendsten Kulturereignisse in Bayern!“







