Ausflugstipp im Landkreis Schwandorf: Das Maislabyrinth der Familie Pronath in Fensterbach

Wenn man an ein Maisfeld denkt, dann verbindet man damit nicht direkt Spaß – außer in Fensterbach. Hier werden in einem 60.000Quadratmeter großem Maisfeld nicht nur Kindergeburtstage gefeiert und Vereinsausflüge veranstaltet, sondern auch Bräute entführt.
Das Labyrinth ist eine Erfolgsgeschichte. Und heuer hat sich Familie Pronath ein ganz besonderes Motiv für ihr Feld einfallen lassen.
„Der Irrgarten nahm vor zweieinhalb Jahren seinen Anfang“, berichtet Manuela Pronath. Ihr Mann Thomas Pronath versuche immer gerne neue Dinge und so hatte er die Idee zum Maislabyrinth. Anregungen dazu holte man sich auch von Kollegen aus der Landwirtschaft. Als Fläche wurde ein Feld am Wolfringer Weg gewählt. Dort gäbe es nur wenig störenden Verkehr.
Gewidmet ist das Maislabyrinth heuer dem Gemeindejubiläum
Das erste Fensterbacher Maislabyrinth im Jahr 2021 hatte dann das Motto „Landwirtschaft“. Heuer widmen die Pronaths ihren Irrgarten dem 50-jährigen Bestehen der Gemeinde. Dass es im vergangenen Jahr kein Labyrinth gab, lag laut der Familie Pronath an der Fruchtfolge, die eingehalten werden musste. Folglich konnte kein Mais angepflanzt werden.
Ein Maislabyrinth ist für die Landwirte nicht ohne Risiko: Ist zum Anfang der Saison zu wenig Regen da, wächst der Mais nicht hoch genug. Dieses Jahr ist ein gutes Beispiel dafür. Zum Anfang der Saison regnete es nicht oft, die Maispflanzen sind nicht sonderlich hoch. Fürs Labyrinth reicht es aber. Außerdem braucht man laut Pronath einen Programmierer, und man müsse bereits vorher säen, ohne zu Wissen, ob man das Labyrinth überhaupt betreiben könne. Die Zahl der Besucher ist dann ebenfalls wetterabhängig. Die Kosten, die der Familie durch das Freizeitangebot entstehen, würden von den Einnahmen gedeckt. „Reich wird man davon aber auch nicht“, sagt Manuela Pronath lachend.
Willkommen ist im Irrgarten jeder – auch für Kinderwagen und Buggys geeignet
Zu dem Maisfeld am Wolfringer Weg darf jeder kommen: Alt und Jung, Familien oder ganze Jugendgruppen. Die Gänge des Labyrinths sind in diesem Jahr breiter geworden. So könne man mit geländegängigen Buggys und Kinderwagen durch das Feld mit seinen über 40 Sackgassen irren. Sollten besondere Aktionen wie Brautentführungen geplant sein, muss dies außerhalb der Saison und in Absprache mit der Familie Pronath geschehen.
Geöffnet ist ab sofort täglich von 9 bis 19 Uhr – und das bei jedem Wetter. Die Saison endet in etwa fünf bis sechs Wochen. Gummistiefel werden auch bei trockenem Wetter empfohlen. Für ihre Verpflegung müssen die Besucher selbst sorgen. Wer fürs Picknick Kleinigkeiten vergessen hat, kann sich im Freihölser Milchhaisl regionale Produkte kaufen.
Wer das Labyrinth betritt, dem ist auf einer bis zu zweistündigen Tour Spannung garantiert: Auf dem Acker werde wöchentlich wechselnde Schnitzeljagden angeboten. Diese Woche musste man zum Beispiel im Feld fünf Zahlen finden und diese per E-Mail an die Betreiber schicken. So konnte man einen der wöchentlichen Preise gewinnen. Wenn man bei einer Schnitzeljagd erfolgreich teilgenommen hat, kann man auch per Losverfahren einen von zwei Hauptpreisen ergattern: Ein John Deere Tretbulldog oder ein Freiflug mit zwei Personen ist heuer drin.
Das Maislabyrinth ist ein Familienprojekt der Pronaths
Der Betrieb des Maislabyrinths ist in Fensterbach bei den Pronaths Familiensache. Das Projekt liege ihnen sehr am Herzen, sagen sie. Schließlich ginge es dabei im Allgemeinen auch um die Landwirtschaft.
Manuela Pronath ist auch stellvertretende Kreisbäuerin. Sie will die Landwirtschaft in der Öffentlichkeit weiter platzieren. Das Labyrinth sei ein Teil der Strategie. Man käme durch den Irrgarten mit der Landwirtschaft in Berührung und sehe die unmittelbare Auswirkung des Wetters auf die Maispflanzen. Denn deren Wachstum und Existenz sei schließlich keine Selbstverständlichkeit.
Das kostet der Spaß
Eintrittspreise: Kinder ab drei Jahren zahlen vier Euro Eintritt. Denselben Preis müssen Schüler, Auszubildende und Studenten begleichen. Erwachsene zahlen sechs Euro. Es gibt auch Familientickets.
Zahlung: Bei einer Barzahlung sollte der Betrag passende mitgebracht werden. Auch eine Zahlung per Paypal ist möglich.
