Der Neustädter Ortsteil Irnsing wächst – Neue Projekte bringen neues Leben

Der Bauausschuss des Neustädter Stadtrats hat den Weg für weiteres Wachstum des Ortsteils Irnsing frei gemacht. Damit können 30 neue Bauplätze entstehen. Doch die Maßnahmen des Stadtrats greifen weiter.
So wurde unlängst der Bebauungsplan für das neue Gewerbegebiet in der Nachbarschaft des Friedhofs ausgelegt. Das Areal ist sechs Hektar groß und vier Betriebe sollen hier Grundstücke erhalten. Noch bis Ende August liegen die Planungen für das Gewerbegebiet aus.
Halb so groß wie das geplant Gewerbegebiet ist das Baugebiet „Am Oberfeld“ mit einer Fläche von 3,2 Hektar. Der Bebauungsplan war zum inzwischen zweiten Mal ausgelegt worden, was aber, wie Bürgermeister Thomas Memmel feststellte, „nicht wirklich neue Erkenntnisse gebracht hat“.
30 Parzellen stehen in der neuen Wohnsiedlung zur Verfügung
Eine Erkenntnis gab es aufgrund der Auslegung aber doch: Die Grundstücke in der neuen Wohnsiedlung werden etwas kleiner sein, als zunächst vorgesehen. Das brachte zwei Bauplätze zusätzlich, weshalb jetzt 30 Parzellen zur Verfügung stehen. Die Größe der Baugrundstücke reicht von rund 550 bis zu großzügigen 800 Quadratmetern.
Die Preise für die Parzellen stehen noch nicht fest. Sie werden voraussichtlich erst im nächsten Jahr bekannt gegeben werden können, sagte Memmel. Sicher ist jedoch, dass der Verkauf der Grundstücke über die Stadt Neustadt a.d. Donau erfolgt, da die Kommune auch Eigentümerin des Baugrunds ist. Sicher ist auch, dass die Grundstücke an das in Irnsing geplante Fernwärmenetz angeschlossen werden.
Im September geht‘s mit dem neuen Kindergarten weiter
Irnsing wird mit dem Baugebiet und dem Gewerbegebiet wachsen. Der Ortsteil soll auch einen neuen Kindergarten bekommen. Die Planung soll bei der Stadtratssitzung im September vorgestellt werden, in der das Gremium voraussichtlich auch das neue Baugebiet beschließen wird.
Der Kindergarten könnte ein neuer Mittelpunkt für Irnsing werden, denn in dem Gebäude sollen nicht nur zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe untergebracht werden. Vorgesehen ist im ersten Obergeschoss des Gebäudes auch eine Tagespflege.
„Wir biegen ein Stück weit auf die Zielgerade ein“, sagt Bürgermeister Memmel mit Blick auf die Entwicklung des Ortsteils. Irnsing verändert aufgrund der aktuellen Planungen innerhalb von wenigen Jahren deutlich sein Gesicht. Der Ortsteil hat künftig nicht nur eine Kirche und zwei Wirtshäuser, sondern auch einen kleinen Laden für Lebensmittel, einen Naturkindergarten sowie einen klassischen Kindergarten, eine Krippe und eine Tagespflege. Der Ortsteil emanzipiert sich damit von der Kernstadt und gewinnt an Eigenständigkeit, was auch bedeutet, dass Irnsing nicht zu einem „Schlafort“ wird.
Weiteres Projekt auf der Zielgeraden
Und noch ein Projekt biegt auf die Zielgerade ein. Der Bebauungsplan „Sonder-, Gewerbe- und Industriegebiet Neustadt-Süd“ wird bei der Stadtratssitzung im September zur Beschlussfassung vorliegen, nachdem die Mitglieder des Bauausschusses dies empfohlen haben.
Das Vorhaben betrifft den Baumarkt an der Einmündung der Raffineriestraße in die Bundesstraße 299. Inhaltlich geht es bei diesem Vorhaben vor allem um eine redaktionelle Korrektur in der Bauleitplanung für den Markt.
