Erweiterung des Mitterdorfer Kinderhauses im Plan: Bald können die neue Gruppen einziehen

Das Johanniter-Kinderhaus St. Raphael in Mitterdorf wird erweitert. Am 15. September soll der neue Gebäudeteil eröffnet werden. Die Bauzeit lag dann bei etwas unter einem Jahr.
Im Oktober des vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten zur Erweiterung. Auf einer Fläche von insgesamt etwa 320 Quadratmetern entstehen ein Gruppenraum mit Gruppennebenräumen, zwei Garderoben, zwei kindgerechte Sanitärräume, ein Ruhebereich und ein Personalraum.
Geplant ist, zwei weitere Gruppen zu betreuen : eine Kinderkrippe für die ganz Kleinen und eine Kindergartengruppe. Architekt Florian Brunner von quadrat45°, federführend beim Ausbau, sagt, dass man gut im Zeitplan liege. Weil man viel mit regionalen Handwerkern zusammenarbeite, könne dieser enge zeitliche Rahmen eingehalten werden.
Zehn Monate Bauzeit
Wenn die Räume am 15. September bezogen werden, ist etwas weniger als ein Jahr an der Erweiterung des Kindergartens gearbeitet worden. Spatenstich war im November 2022. Zuerst wurden die ehemalige Fahrradhalle abgebrochen und die Fundamente und Kanalleitungen erstellt. Noch vor Weihnachten waren die Bodenplatte und das betonierte Treppenhaus fertig. Danach ging es an den Baukörper des Gebäude.
Ab Frühjahr 2023 konnte dann der Innenausbau beginnen. Die Malerarbeiten sind bereits durch, in den nächsten Tagen kommt der Boden, und in den nächsten Wochen werden Möbel und die weitere Einrichtung erwartet.
Die Elektriker-Arbeiten werden über den Sommer abgeschlossen. Eine Außentreppe wird an den neuen Gebäudeteil noch angebaut, ansonsten sei der Anbau fertig. Ebenfalls im Sommer wird der Durchgang zu den bereits bestehenden Gebäuden in Angriff genommen. „Das wollten sie lieber in den Ferien machen, wenn die Kinder weg sind“, sagt Florian Brunner. „Denn es steht schon mal eine Tür offen oder ähnliches. Da ist es besser, wenn die Kinder nicht da sind“, so Brunner.
Wenn der Bau planmäßig bis 15. September bezugsfertig ist, wurde knapp zehn Monate an der Erweiterung des Kindergartens gebaut. Insgesamt 2,4 Millionen Euro hat der Bau dann gekostet. Brunner ist optimistisch, dass der Zeitplan gehalten wird und die Kosten ebenfalls im Rahmen bleiben. Das meiste sei schon erledigt. Im Herbst folgen dann noch das Pflaster und die Bepflanzung im Garten.
Dass das erst im Herbst passiert, habe nichts mit dem engen Zeitplan zu tun. „Das sind Arbeiten, die man besser im Herbst macht“, sagt Florian Brunner.
Die aktuelle Erweiterung des Kinderhauses werde auch die letzte sein. Das liege daran, dass nicht mehr Platz zur Verfügung steht. Ein weiterer Grund laut Brunner sei, dass mit der Erweiterung um zwei Gruppen der Kindergarten für das Personal noch gut zu handhaben ist. „Es soll nicht zum Massenbetrieb werden“ sagt auch Alexandra Riedl. Die Bürgermeisterin bedankte sich bei Architekt Florian Brunner und bei den ausführenden Firmen für die reibungslose Zusammenarbeit und die Einhaltung des Zeitplans.
„Das war immer unser Ziel, dass die neuen Gruppen zum Anfang des nächsten Kindergartenjahres in die Räume können. Wir freuen uns, dass der Platz da ist und es passt“, so Riedl. Florian Brunner ergänzt, dass der straffe Zeitplan auch deswegen zu stemmen ist, weil die Absprachen mit den regionalen Handwerkern für kurze Wege gesorgt hätten.
Zwei neue Gruppen
Die Leiterin des Kinderhauses, Julia Lochmüller, freut sich, dass ab September die neuen Räume zur Verfügung stehen. „Wir freuen uns, dass wir mehr Kinderbetreuung anbieten können und damit für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen können. Der Bedarf ist da. Das Personal haben wir schon.Dann steht der Erweiterung um zwei Gruppen nichts im Wege“, so Lochmüller.
Ganz nach dem Motto des Kindergartens „Natürlich dahoam“ werden alle Gruppen nach Obstsorten benannt. Die beiden neuen werden die Himbeer-Gruppe und die Pfirsich-Gruppe sein.
