„Keine Sorgen-Baustelle“: 2024 soll der Kita-Anbau in Herrnwahlthann fertig sein

Baustellen-Lärm und störende Vibrationen im Kindergartenalltag: Doch die Freude über die Vergrößerung der Kita St. Leonhard überwiegt.
Seit Mitte Mai wird auf dem Areal neben der Kita St. Leonhard in Herrnwahlthann gebaut. Die Außenwände des ersten Geschosses stehen. Auch wenn es eine kleine Verzögerung beim Hochbau gegeben hat, will Bürgermeister Johannes Brunner bei der Kindergartenerweiterung nicht von einer „Sorgen-Baustelle“ sprechen. Mittlerweile habe man alles im Griff und die Bauzeiten seien nicht „komplett beunruhigend“.
Im September sollen die Arbeiten am Dachstuhl starten. Zum Start des Kita-Jahres 24/25 soll der Anbau fertig sein. Dann wird die Krippe zum Kindergarten umgebaut und zum Kita-Jahr 2025/26 soll auch der Umbau abgeschlossen sein.
Lärm und Vibrationen stören
Für die Kinder ist die Baustelle in direkter Nachbarschaft das Höchste. Täglich stehen sie an den Fenstern und beobachten die Fahrzeuge. „Der Kran und der Betonmischer waren besonders faszinierend“, sagt Kita-Leiterin Michaela Krüger. Im Morgenkreis werde täglich über die Baustelle gesprochen, die sich auch anderweitig im Kindergartenalltag bemerkbar macht. Bei ruhigen Angeboten, wie dem Morgenkreis oder bei Entspannungsangeboten, sei der Lärm schon störend. Auch die Vibrationen seien in den direkt anliegenden Gruppenräumen zu spüren. „Aber wir freuen uns sehr, dass gebaut wird und dass es voran geht“, sagt Krüger.
Ist der Umbau abgeschlossen, geht es mit den Außenanlagen weiter und das Parkplatzproblem wird angegangen. Die Parksituation zu den Bring- und Abholzeiten sei zum Teil „schon etwas chaotisch“ sagt Bürgermeister Brunner. Durch die Baustelle gibt es aktuell zwei Parkplätze weniger. Im Februar forderten die Anwohner die Gemeinde auf, hier tätig zu werden. Sie fürchteten mit Beginn der Bauarbeiten weitere Behinderungen.
Doch sie sehen die Situation entspannt. Momentan funktioniere es ganz gut, sagt ein Anwohner. Vor allem die Warnbaken, die die Gemeinde aufgestellt hat, damit Eltern zur Bring- und Abholzeit nicht mehr im Zufahrtsbereich zur Kreisstraße parken, hätten viel gebracht.
Auch Michaela Brunner ist zufrieden. Das direkte Anfahren der Kita sei zwar erschwert, aber dadurch, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit gebracht und geholt würden, gebe es hier keine Probleme. Problematischer sei es für die Mitarbeiter, die den ganzen Tag einen Parkplatz bräuchten. Doch sie könnten die Parkplätze am Pfarrhof zu nutzen.
Alle Vormittagsplätze belegt
Kürzlich stellte Bürgermeister Brunner im Gemeinderat ein Konzept zur Parkplatzplanung vor. Das sieht unter anderem Mitarbeiterparkplätze südwestlich des Erweiterungsbaus vor. Die Zufahrt erfolgt über die Baustraße, die nicht zurückgebaut sondern asphaltiert wird, erklärt der Bauamtsleiter der VG, Stefan Krausenecker. Weiter werden die Stellflächen im Rondell vor der Kita schräg angeordnet und es wird laut Brunner eine Einbahn-Regelung geben. Am Ende sollen an der Kita etwa 20 Stellplätze zur Verfügung stehen, fast doppelt so viel wie vor dem Start der Umbauphase. Außerdem könnten laut Brunner die Parkplätze beim Pfarrheim weiter mitgenutzt werden.
Dass die Erweiterung erforderlich ist, zeigen die Anmeldezahlen für das Kindergartenjahr 23/24. Erstmals seit sieben Jahren gibt es eine Warteliste für die Vormittagsplätze. Eine Lösung seien laut Kita-Leiterin Michaela Krüger die Nachmittagsplätze. Seit Jahren würde die Kita diese immer wieder anbieten, um die vollen Vormittagsgruppen zu entlasten, was auch vereinzelt angenommen worden sei. „Dieses Jahr bekommen wir eine Kleingruppe zusammen, die inhaltlich der Vormittagsbetreuung in nichts nachstehen soll“, sagt Michaela Krüger.