Die „Chris-Show“: Waldmünchen erlebt eine trenckiansche Sternstunde

Daran können sich selbst „alte“ Trenckianer nicht erinnern: Stehende Ovationen bei einer Premiere, bei einer Aufführung? Fehlanzeige. Der berauschende Applaus, er war nicht das Einzige, mit dem Christian Liegl als 14. Hauptdarsteller an der Spitze eines spielbegeisterten Ensembles am Samstagabend Geschichte geschrieben hat.
Denn: Es waren die Gäste aus der französischen Partnerstadt Combourg, die sich nach der Schlussszene als Erste von den Plätzen erhoben, was für ein Zeichen. Die übrigen rund 650 Zuschauer taten sich nicht schwer, ihrem Beispiel zu folgen. Schließlich hatten auch sie zuvor eine trenckianische Sternstunde erlebt.
Überragendes Ensemble
In der passte einfach alles, angefangen von dem perfekten, warmen Sommerabend vor malerischer, atmosphärischer Kulisse. Ein vorfreudig-begeistertes Publikum, selten dürfte die Stimmung noch vor Beginn so überragend gewesen sein. Auch Trenckvereinsvorsitzender Martin Frank dürfte sich nicht erinnern, in seiner Begrüßung je durch Szenenapplaus unterbrochen worden zu sein. Konkret für den Satz: Krieg war, ist und wird nie eine Lösung sein.
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Die Darsteller auf der Bühne schickten sich forthin an, die brillante Saisoneröffnung eine Woche zuvor noch einmal zu toppen. Sie waren bereits auf dem Weg in neue Sphären, als Christan Liegl rund eine Dreiviertelstunde nach Stückbeginn als neuer Trenck erstmals auf die Bühne galoppierte. Ein atemberaubender Moment.
Mit jeder Faser Trenck
Der 32-Jährige, er war in jeder Sekunde und Szene mit jeder Faser seines Körpers Trenck. Es schien, als würden alle auf der Bühne alles daran setzen, ihm die perfekte Startrampe zu bieten: Kathi (Vera Schmid mit routiniertem, und dennoch berührendem Können), Offiziere, Panduren, Ratsherren, Marketenderinnen und nicht zuletzt die Waldmünchner selber, die als Mitwirkende das Spiel überhaupt erst möglich machen.
Empfang im elterlichen Garten
Auf der Bühne bewahrheitete sich zudem das, was Liegl zuvor beim Empfang im elterlichen Garten – zur Erheiterung vieler – mit einem Zettel in der Hand (um nichts und niemanden zu vergessen) versprochen hatte: „Später werde ich textsicher sein.“ Nicht nur er.
Was für ein berauschender und beglückender Abend, einer für die Geschichtsbücher. Nicht nur wegen stehender Ovationen.







