Energiewende: Neues Stadtquartier soll mit Pufferspeicher und PV-Anlangen in die Zukunft weisen

70 neue Wohnungen entstehen augenblicklich auf dem Milchhofareal in Neumarkt. Wer heute baut, muss auch in die Zukunft blicken: Welche Heizung wird eingebaut? Wie wird das Gebäude mit Strom versorgt? In dem Bauprojekt haben sich die Stadtwerke Neumarkt und der Bauträger Weidinger Wohnbau dieser Aufgabe gestellt.
Ein Pufferspeicher – ein mächtiger Zylinder mit 4,2Metern Höhe und 2,6Metern Durchmesser – wurde am Freitag eingesetzt. Der Speicher steht möglichst mittig zwischen den Wohnungen, um Warmwasser zu speichern.
12000Liter Wasser fasst sie, das gerade nicht gebraucht wird. Wenn am Abend und am Morgen viele Menschen duschen, heizen und kochen steht dieses schon bereit.
Flexible Energieversorgung, falls Rohstoffe knapp werden
„Jeder hat im Moment Angst wegen des Brennstoffs“, sagte Uwe Gailler, der Teamleiter im Wärmecontracting bei den Stadtwerken. Deshalb hätten sie sich in dem neuen Wohnviertel für eine vielfältige Energieversorgung entschieden, die bei Bedarf – wenn sich Rohstoffe verteuern sollten – angepasst werden könne. Außerdem soll die Stromversorgung laut dem Geschäftsführer der Stadtwerke, Dominique Kinzkofer, durch Photovoltaikanlagen rechnerisch autark sein. Die ersten Bewohner sollen Ende 2024 einziehen können, informierte Immobilienmakler Franz-Josef Kirsch. Bis Mitte 2025 soll das gesamte Areal mit zwei gewerblichen Bauten fertig sein. Es solle ein autofreies Gebiet mit möglichst viel Grün entstehen, so Kirsch.