Waldmünchen und Marktoberdorf: Die Städtepartnerschaft erlebt ungeahnte Impulse

Drei Tage Waldmünchen. Drei Tage „in Diensten“ der Städtepartnerschaft, zu dessen 40-jährigen Bestehen sie gekommen sind. Teils mit 330 Kilometern gestrampelten Kilometern in den Beinen. Was erlebt man da so als Marktoberdorfer? Kurzzusammenfassung: „Wunderschönes.“
Sagt Martin Vogler, einer der zehn Radler, die am Freitag Nachmittag nach drei Tagen im Sattel am Marktplatz der Trenckstadt eingetroffen sind. Und was war das für ein fröhliches Hallo! Wartete dort doch eine Abordnung um Karlheinz Schröpfer, einem der Motoren der Freundschaft mit den Allgäuern. Und war es doch ein gemeinsames Ankommen, schließlich hatte eine Gruppe Waldmünchner die Marktoberdorfer ab Neubäu eskortiert.
Gemeinsam von Neubäu nach Waldmünchen
Während die dadurch auf knapp 20 Frauen und Männer zählende Kombo auf dem Weg vom Landkreiswesten in den -osten ist, nutzen die Bürgermeister Markus Ackermann und Wolfgang Hell – der ursprünglich mitradeln wollte, durch fremdbestimmte Termine diese Idee aber verwerfen musste – die Zeit zum Austausch. Ergebnis: „Die Probleme sind die gleichen.“ Infolgedessen tut das Reden gut – zumal es auf der menschlichen Ebene passt.
Herzliche Gastgeber
Gerade das ist es, das Martin Vogler nach der Rückkehr in den Rathaus-Alltag in Erinnerung bleibt. „Die Herzlichkeit unserer Gastgeber war der Wahnsinn.“ Ein Highlight auszumachen? Sehr schwer, zusammengefasst wohl die vielen angenehmen Gesprächen mit so vielen Waldmünchnern. Und – ohne die anderen Programmpunkte abwerten zu wollen („der Trenck, die Pferde, die Darsteller waren toll“) – war die Baumpflanzaktion, ohne hin als Herzstück der Begegnung initiiert, „tatsächlich berührend“.
330 Kilometer und mehr
330 Kilometer, die waren Vogler, im „wahren“ Leben Leiter des Bürgermeister-Büros, und Drittem Bürgermeister Michael Eichinger offenbar nicht genug waren. Das Duo nutzte den Samstag Vormittag („ehe alle anderen auf waren“) für eine zweistündige Ausfahrt in einer „richtig, richtig schönen Gegend“. Dies dürfte – zusammen mit den Gesamteindrücken – zumindest im Hause Vogler nicht folgenlos bleiben dürfte: „Ich rechne schwer damit, dass ich mit meiner Frau mal zum Radlfahren herkomme“, verrät der Allgäuer.
Überwältigter Bürgermeister
Das Fazit „seines“ Bürgermeisters, der bereits bei der Ankunft am Marktplatz einen neuen Impuls der Partnerschaft verspürt hatte, lautete schlicht: fabelhaft. „Wir waren überwältigt von der Gastfreundschaft. Der Besuch anlässlich des Jubiläums war für uns ein sehr schönes Erlebnis“. Er ist überzeugt, das dies helfe, die Städtepartnerschaft nach 40 Jahren in die Hände nachfolgender Generationen zu übergeben. Um die es – er hatte sich die Mühe gemacht, die verschiedensten Aktivitäten seit 2013 zusammenzustellen – gar nicht so schlecht bestellt sein, sagte er mit Hinweis auf zahlreiche Begegnungen unter Feuerwehren, Musikkapellen und Co.
Festspiel das Highlight
Als ganz besonderes Highlight nennt er die Premiere der Trenckfestspiele. Hell ist überzeugt, dass ein vermeintliches (und in 40 Jahren nicht unübliches) Tal durch die jüngsten gegenseitigen Besuche – im Vorjahr waren Waldmünchner nach MOD geradelt – durchschritten sei. Der herzliche Umgang habe sich da schon gezeigt und am Freitag von der ersten Minute bewahrheitet. Auf dem zudem Erleichterung herrschte, dass außer einem Reifenplatzer auf der Strecke nichts vorgefallen sei.
Ein „Städtchen mit Flair“
Die ersten Eindrücke: „Ein Städtchen mit Flair“, je näher das Ziel rückte eine sich ähnliche Landschaft nach eher flachen Etappen unterwegs. Die zusammengebauten Häuserzeilen („schafft Ambiente“) fallen auf, auch die Weite des Marktplatzes mit einem Highlight namens Rathaus. Dazu: Größer und weniger dörflich als gedacht, mit „Man-muss-wiederkommen“-Faktor.
Gutes Räderwerk
Groß ist auch die Freude Markus Ackermanns, als er die Truppe begrüßen kann. „Toll, Euch zu sehen“, ruft er den neun Männern und einer Frau entgegen. Das Miteinander sei wieder wunderbar locker und unkompliziert, wie er es von früheren Begegnungen kenne, „besser geht es nicht“.
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Er spricht zudem von einem guten Räderwerk, das ineinander greift und stellt in Anbetracht des Programms in Aussicht, dass einige Marktoberdorfer wohl als Panduren enden werden. Das mag zu der weiteren, wenn auch nicht unwichtigeren Erkenntnis passen: Stichwort: Ähnliche Mentalität oder salopper ausgedrückt: „Wir ticken irgendwie gleich.“ Wenn das keine Basis für die nächsten 40 Jahre ist!



