Die kleine Lea ist Langquaids 6000. Einwohnerin

Von Alexandra Nurtsch · 3. Juli 2023 um 15:00

Der Markt Langquaid wächst stetig und die Bevölkerung ist jung. Das macht sich an den Betreuungsplätzen bemerkbar.

Die kleine Lea bekommt von dem Trubel um sie gar nichts mit. Erst wenige Tage alt schlummert sie friedlich auf dem Arm von Mama Lisa Aukofer. Lea wurde am 19. Juni geboren und ist ganz offiziell Langquaids 6000. Einwohnerin. Aus diesem Grund besuchte Bürgermeister Herbert Blascheck die Familie und überreichte eine Geschenktüte mit Langquaid-Gutscheinen und sechs bunten Luftballons.

Langquaid wächst stetig, aber gesund. Blascheck erinnert sich noch gut, als er wenige Wochen nach seinem Amtsantritt vor 21 Jahren die 5000. Einwohnerin Langquaids begrüßen durfte. Jedes Jahr verzeichnet der Markt zwischen 60 und 70 Geburten. Die Bevölkerung ist jung, 21 Prozent ist unter 18 Jahre alt.

Kinderhort Langquaid mit großen Zulauf

Das macht sich bei den Betreuungsplätzen bemerkbar. Heuer habe man „gerade noch“ alle Kindergartenkinder, untergebracht. Jedoch müsse der Markt auch erfinderisch sein, sagt Blascheck und verweist auf die Außenstelle der Kinderkrippe Krabbelkäfer, die seit Mai in einem ehemaligen Wohnhaus in der Herrnwahlthanner Straße untergebracht ist. Im Herbst soll mit der Erweiterung des Familien- und Bildungszentrums begonnen und Platz für eine weitere Kindergarten- und Krippengruppe geschaffen werden. Auch im Kinderhort, der vergangenes Jahr eröffnet wurde, werden ab dem nächsten Schuljahr fast alle Plätze belegt sein.

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Doch es sind nicht nur die Geburten allein, denen Langquaid sein Wachstum verdankt, sondern auch den Zuzüglern. So wie Leas Eltern, Lisa und Georg Aukofer. Sie stammen aus Regensburg, lebten einige Zeit in München. Beiden war klar, dass es früher oder später wieder Richtung Heimat gehen sollte. Und als es soweit war, entschieden sie sich für Langquaid. Bereut haben es die beiden nicht. „Es ist alles da, was man braucht“, sagt Lisa Aukofer und verweist auf die Einkaufsmöglichkeiten und die medizinische Versorgung vor Ort.

Großer Freundeskreis

Mittlerweile sei auch ihre Mutter von Regensburg nach Langquaid gezogen und habe sich hier gut eingelebt. Überhaupt seien die Leute hier so herzlich. „Wir wurden als Zugereiste so aufgenommen, als wären wir schon ewig hier“, sagt Georg Aukofer, der sich aktiv bei der Feuerwehr engagiert. Die Familie, zu der neben Lea auch der fünfjährige Julian und die eineinhalbjährige Mia gehören, habe einen so großen Freundeskreis wie noch nie. Auch für die Kinder sei „alles da“.

Jede Woche melden sich laut Blascheck Interessenten im Rathaus, die gern in Langquaid bauen würden. Eine Warteliste gebe es nicht, denn „wir können derzeit nichts anbieten“, sagt er. Im Baugebiet Huberbräukeller wurden fast alle Bauplätze an Langquaider vergeben. Im Baugebiet an der Abensberger Straße war das noch anders. Dort errichteten die Aukofers 2016 ihr Haus. „Da haben wir schon einen Glücksgriff gemacht“, sagen sie.

Infrastruktur wächst mit

Das größte Wachstum verzeichnet Langquaid. Die Ortsteile veränderten sich laut Blascheck nicht groß. Dort seien Baugebiete schwer möglich, jedoch versuche der Markt, jungen Leuten die Möglichkeit zu geben, am Ort zu bleiben. Miteinander zählen die Ortsteile rund 1000 Einwohner.

Mehr Einwohner bedeuten auch höhere Anforderungen an die Infrastruktur. Doch bei dem moderaten Wachstum könne die Infrastruktur vernünftig mitwachsen, sagt Blascheck. So habe die Kläranlage noch deutliche Kapazitäten und auch bei der Trinkwasserversorgung gebe es keine Probleme. In der Schule sei genügend Platz für eine dreizügige Grundschule.

Langquaids Zentrum von oben: Der Markt wächst. Foto: Stefan Satzl