Rodings Bürgermeisterin Alexandra Riedl warnt: Neue Brücke nicht betreten

„Betreten strengstens verboten“ steht auf einem Warnschild auf der Mitterdorfer Seite der neuen Geh- und Radwegbrücke und Bürgermeisterin Alexandra Riedl unterstrich in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend, dass dies unbedingt eingehalten werden muss: „Das ist eine Baustelle und gefährlich.“ Die Stadt hafte auch nicht, wenn etwas passiere – was wohl schon geschehen ist.
Wann die neue Brücke begehbar sein werde, konnte sie noch nicht sagen. Es sei eine neue Planung für eine provisorische Lösung auf der Mitterdorfer Seite notwendig, weil sich der Hochwasserschutz, den das Wasserwirtschaftsamt durchführt, verzögere. Einfach eine Rampe aufzuschütten, sei nicht möglich, es müsse auch statisch passen und barrierefrei sein. Die Planungen seien aber am Laufen.
Keine Seilbahn über den Regen
Nicht realisiert werden kann eine Seilbahn für Radfahrer und Wanderer im Bereich Imhof über den Regen für die Radwegverbindung zwischen Roding und Trasching. Mehrere technische und praktische Gründe seien dafür ausschlaggebend, erläuterte Riedl. Auch seien bei einer vergleichbaren Anlage in Fulda sehr schlechte Erfahrungen gemacht worden. Zudem sei ein nötiger Grunderwerb nicht möglich.
Das fehlende Grundstück für die Stadt mache auch eine Alternativlösung wie eine Holzbrücke unmöglich, informierte die Rathaus-Chefin auf Anfrage. Auch andere Ideen für eine Verbesserung der Radwegverbindung ließen sich nicht umsetzen. So sei bei einer Förderung von Waldwegen im Rahmen des Gemeinde-Verkehrsfinanzierungsgesetzes problematisch, da diese mit der Forderung nach einer ganzjährigen Nutzbarkeit einhergehe, was sich in einer zwingenden Asphaltierung inklusive ganzjährigem Winterdienst widerspiegle. Dies sei bei der Verbindung nach Trasching eher nicht geeignet. Eine Förderung im Rahmen des forstwirtschaftlichen Wegebaus sei nicht möglich, da von drei Kilometern Weglänge zwei Kilometer in Privateigentum seien und mehrere der insgesamt 16 Eigentümer nicht verkaufen wollten. Ein selbstständiger Radweg entlang dem Perlbachtal scheidet unter anderem aus, weil dieser einen Mindestabstand zur Straße von 1,75 Metern benötigen würde, was nicht machbar sei. Und auch ein Treffen für eine gemeindeübergreifende Wegeführung Richtung Zell/Falkenstein/Michelsneukirchen mit den entsprechenden Bürgermeister-Kollegen habe keine Lösung gebracht, informierte Riedl.
„Gefahrenstellen entschärfen“
„Wenn Ihr also Ideen habt, wie es gehen könnte, bitte Bescheid sagen“, appellierte sie an die Ratsmitglieder. Richard Seidl und zweiter Bürgermeister Reinhold Schoierer machten deutlich, dass es sehr wichtig sei, zumindest die gefährlichsten Stellen der Strecke für Radfahrer zu entschärfen. Riedl kündigte an, mit dem Staatlichen Bauamt Regensburg, das zuständig ist, zu sprechen, ob und wie das gehen könnte. Auch sagte Schoierer, die Stadt solle sich bemühen, andere Lücken im Radwegenetz zu schließen (etwa von Oberkreith nach Roding), wenn schon im Fall Trasching keine Lösung absehbar sei.
Bald neue Infos zu Edeka & Co.
An der „Kagerstraße Nord“ sollen sich ein Möbelfachmarkt, ein Baumarkt, ein Fast-Food-Restaurant und eine Bar/Disco ansiedeln. In der kommenden Stadtratssitzung werde dazu der Bebauungsplan auf der Tagesordnung stehen, kündigte Riedl an, ebenso soll es dann Neuigkeiten zum neuen Edeka-Markt geben, der in einem Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Ritz-Atro-Areal geplant ist.