Neue Bahnsteige in Deining fast fertig – Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg 2026 komplett gesperrt

Noch bis zum 19. Juli werden in Deining keine Agilis-Züge halten. Nachdem der Bahnhof zuletzt einen eher verwahrlosten Eindruck hinterlassen hatte, wird dieser nun mit Hochdruck beseitigt. Bautrupps beherrschen derzeit die Szenerie.
Es dauert bis etwa Ende Juli, bis Deining den modernsten Haltepunkt zwischen Nürnberg und Regensburg bekommen hat. Derzeit werden dort beide Bahnsteige erneuert. Darüber hinaus wird es in Deining bald Unterstellmöglichkeiten für wartende Reisende bei Regen und Schnee geben. Wer zu- oder aussteigt, hat es mit Zügen des privaten Eisenbahn-Betreibers Agilis zu tun. Das sind jene beige-weiß-grün lackierten elektrischen Triebzüge, die zwischen Neumarkt über Parsberg nach Regensburg (ab da weiter bis Plattling) verkehren.
Bahnhof Deining: Zugang zu Agilis-Bahnen wird barrierefrei
Eine wichtige Neuerung in Deining ist der barrierefreie Zugang zu den Agilis-Bahnen. Aktuell sind am Gleis 1 Richtung Neumarkt und am Gleis 2 Richtung Parsberg schon die neuen, 76 Zentimeter hohen, Bahnsteige fertiggestellt, über die Reisende ohne eine einzige Stufe in den Zug – oder aus ihm heraus – gelangen.
Weil aber die Zugänge zu beiden Bahnsteigen an den Gleisen noch nicht fertig sind, hält bis voraussichtlich 19. Juli kein Agilis in Deining – ebensowenig in Batzhausen und Seubersdorf. Als Ersatz pendeln weiterhin zwischen Neumarkt und Parsberg Busse. Diese halten an den drei genannten Stationen.
Ebenfalls noch im Bau befinden sich die Zugänge zum fast fertigen Bahnsteig. Gleiches gilt am Gleis Richtung Parsberg/Regensburg. Dort fallen die Arbeiten wesentlich umfangreicher aus. Denn von Gleis 2 muss der Höhenunterschied zur tiefer gelegenen Straße Greißelbach-Deining mit neuen Treppen beziehungsweise einer von Rollstuhlfahrern gut nutzbaren Rampe überbrückt werden.
Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg: Weitere Modernisierungen 2026 geplant
Wenn die Bauphase in Deining beendet ist, sind die Bauarbeiten an dieser Bahnstrecke jedoch noch lange nicht vollendet, wie unser Medienhaus erfahren hat.
Vor allem im Jahr 2026 sollen an mehreren Punkten der Strecke noch umfangreichere Modernisierungen vorgenommen werden. Grundsätzlich kämen laut einer Bahnsprecherin „Streckenabschnitte mit besonders hoher Auslastung und besonders störanfälligen Anlagen für eine Generalsanierung bis 2030 in Frage.“ Dazu gehöre auch die Strecke von Nürnberg nach Regensburg.
Die Deutsche Bahn (DB) habe seit November 2022 gemeinsam mit der Bahnbranche Auswahlkriterien und eine Reihenfolge der Streckenabschnitte diskutiert. Auf dieser Grundlage führt die DB derzeit Gespräche mit dem Bund, so die Bahn-Sprecherin.
Deutsche Bahn bereitet den digitalen Bahnbetrieb der Zukunft vor
Mit der Generalsanierung bündelt die DB Bauarbeiten wesentlich stärker als in der Vergangenheit. Ziel ist es, sanierungsbedürftige Strecken innerhalb eines möglichst kurzen Zeitraums komplett zu erneuern. Dazu gehören Schwellen und Schotter, Gleise und Weichen, Signale und Stellwerke ebenso wie die Bahnhöfe.
Das bedeutet: Die Strecke wird einmal gesperrt. Anschließend sind für mehrere Jahre keine größeren Bauarbeiten mehr nötig. Zudem werden die generalsanierten Abschnitte deutlich leistungsfähiger und für den digitalen Bahnbetrieb der Zukunft vorbereitet.
Übrigens: Ob ein Zug über eine sanierungsbedürftige Strecke rollt, kann der Laie leicht an der Farbe der Schwellen und des Schotters erkennen. Ist alles dunkel, sind Gleise und Schwellen bereits in die Jahre gekommen, sind sie hell, wurden sie gerade neu verlegt.