Nach plötzlichem Tod des Vorsitzenden: Seebarner Heimatverein gibt nicht auf

Im Mai war der bisherige Vorsitzende des Seebarner Heimatvereins, Adolf Greiner, überraschend gestorben. Die Mitglieder wollen sein Vermächtnis weiterführen – und das Jahresprogramm wie geplant stattfinden lassen.
Am 21. Mai feierte der Heimatverein Seebarn sein erstes Backofenfest. Viele Jahre hatte sich der Vorsitzende Adolf Greiner dafür eingesetzt und das Vorhaben immer wieder angeschoben. Nur eine Woche später verstarb er völlig überraschend. Ein Schock, auch für seine Wegbegleiter aus dem Heimatverein.
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Nun steht Monika Becher, die bisherige Stellvertreterin, an der Spitze des mitgliederstarken Vereins. Hinter sich hat sie eine motivierte Mannschaft, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Arbeit ganz im Sinne Adolf Greiners fortzuführen. „Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten wir mit Sicherheit das Hollerküchlbacken nicht ausfallen lassen dürfen“, sagt Becher im Gespräch mit der Mittelbayerischen. Die Vereinsführung hatte allerdings anders entschieden.
Museumskirchweih findet am 23. Juli statt
Keine Diskussionen gab es in der Sitzung aber darüber, das Jahresprogramm wie geplant weiter zu verfolgen. So steht bereits am Sonntag, 23.Juli, die traditionelle Museumskirchweih mit vielen Attraktionen an. Dazu gehören unter anderem Drischl-Dreschen nach alter Überlieferung und das Seildrehen aus Flachsfasern. Die Landjugend werde wieder einen Kirwa-Baum im Rankl-Hof errichten. Kunsthandwerker können sich noch für den Museumsmarkt anmelden. Dennis Gruber wolle wieder lebende Tiere mitbringen, wohl nicht nur zur Freude der ganz jungen Besucher. Der Verein sorge mit Speisen und Getränken für das leibliche Wohl der Gäste.
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Auch beteiligt sich der Verein am Ferienprogramm der Stadt. Dafür sei der Donnerstag, 10. August, vorgesehen. Das Thema ist Brotbacken im Holzbackofen mit Bäckermeister Sebastian Scheitinger.
Küchel, Kürbis und Kunsthandwerker-Herbstmarkt
In den Herbst entführe die Veranstaltung „KüKü“ am Sonntag, 24. September. Die Abkürzung steht für Küchelbacken, eine Kürbisbörse und einen Kunsthandwerker-Herbstmarkt. Becher verriet dazu bereits einen Geheimtipp: die absolut leckere Kürbissuppe. Wie die Bauern früher Kraut eingemacht haben, wird im Oktober demonstriert. Dazu seien Gäste ebenso eingeladen wie zum Backen der Leonhardi-Zeltl, die bei der Leonhardi-Wallfahrt am 5. November wieder an die Pferde verteilt werden.
Am Samstag, 11. November, startet das traditionelle Schlachtfest, zu dem, neben der Schlachtschüssel und Wurst-Suppen, auch selbst gebrautes Bier und das kurz zuvor eingestampfte Kraut zum Einsatz kommen werden. Nicht fehlen dürfen dabei die Erdäpfel-Schmankerln mit Kartoffeln aus eigenem Anbau.
Den Jahresabschluss im Programm bildet der Seebarn-Advent am 10. Dezember. Neben einem Besuch des Nikolaus sind Plätzl und Bratäpfel im Angebot. Becher stellte am Ende heraus, dass Adolf Greiner eine Lücke hinterlasse. „Er war der Ideengeber und Motor des Vereins“, sagte sie. Kaum einer habe es wie er verstanden, immer im Sinne des Vereins, Fördergelder zu generieren oder die richtigen Leute für die Zielsetzungen zu finden. Ihm eine Bitte abzuschlagen, sei kaum möglich gewesen.
Nachfolger im Gespräch: Wahl im März 2024
Umso mehr freute sich die neue Vorsitzende, dass die ersten internen Sitzungen einen guten Verlauf genommen hätten. Sogar in Sachen Nachfolger für die Neuwahlen im März 2024 seien schon Gespräche geführt worden, die auf eine gute Zukunft hoffen ließen. Dass mit Otto Mehltretter (2021), Haio Steffens (2022) und Adolf Greiner (2023) drei herausragende Träger des Vereins verstorben seien, sollte laut Becher eher Antrieb sein, den Verein in deren Sinn weiter zu führen.
