Protestaktion in Regensburg – Klima-Aktivist erneut in Gewahrsam

Von Mittelbayerische Zeitung · 14. Juni 2023 um 19:01

Am frühen Mittwochabend hat ein Protestzug von Klima-Aktivisten in Regensburg Straßen blockiert. Dabei kam es zu Verkehrsbehinderungen im Berufsverkehr. Einer der Aktivisten befand sich zwischenzeitlich in Gewahrsam der Polizei.

Wie Kerstin Stolze, Sprecherin der PI Regensburg Süd, bestätigte, handelte es sich dabei um Simon Lachner. Laut Polizei sei Lachner, der Teil der Gruppe „Letzte Generation“ ist, den Versammlungsauflagen nicht nachgekommen. „Auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht“, sagte Stolze. Konkret ging es um die Anweisung, sich nur auf der rechten Fahrbahn oder auf dem Gehsteig zu bewegen.

Aktivisten wurden von der Fahrbahn getragen

80 Aktivisten zogen um 17.30 Uhr von den Regensburger Arcaden zur Landshuter Straße. Da die Versammlung nicht angemeldet war, erließ die Polizei vor Ort Auflagen: Der Aufzug wurde auf den rechten Fahrstreifen und für die Dauer von einer Stunde beschränkt.

Nach dem festgesetzten Ende der Versammlung boten die Beamten den Aktivisten an, auf dem Gehweg weiter protestieren zu dürfen, doch die nahmen das Angebot laut Polizei nicht an. Stattdessen wollten sie ihren Protest auf der Fahrbahn fortsetzen. Als sich mehrere Aktivisten auf die Straße setzten, wurden diese laut Polizei von der Fahrbahn getragen. Von insgesamt sieben Teilnehmern stellte die Polizei die Personalien fest. Sie erwartet nun eine Anzeige. Die restlichen Teilnehmer entfernten sich vom Ort des Geschehens, meldete die Polizei am Abend. Simon Lachner wurde laut Polizei nach dem Ende der Versammlung wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

Lachner war bereits am Montag festgenommen worden. Die Polizei begründete den Schritt damit, dass der Aktivist eine Blockade der Letzten Generation angekündigt hatte – diese fand auch statt. Auf MZ-Nachfrage hatte Lachner am Dienstag die Befürchtung geäußert, erneut in Gewahrsam genommen zu werden. So kam es nun auch.