Langquaider Vereine sind bereit für das Bürgerfest

Für das Langquaider Bürgerfest am 24. und 25. Juni legen sich viele Ehrenamtliche ins Zeug. Doch für die Vereine wird es immer schwerer, Helfer zu finden. Das neue Konzept bringt Entlastung.
Aus Sicht der Vereine kann das Langquaider Bürgerfest kommen: Die Vorarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen und die Helfer eingeteilt. Fehlen nur noch die Stände, die sich am 24. und 25 Juni auf der Rathausseite des Marktplatzes aneinander reihen werden. Die Vereine sind für die Verköstigung der Besucher zuständig und die Vielfalt ist groß. „Jeder bietet etwas anderes an“, erklärt Siegfried Raith vom Bürgerverein. Da gibt es Steaks, Bratwürstel, Curry-Würste, Gyros, Kuchen und vieles mehr.
Elf Vereine sind heuer mit von der Partie. Der Vorsitzende des Langquaider Skiclubs, Harald Pritsch, kann sich auch an andere Zeiten erinnern, als das Fest auf Messers Schneide stand, da sich nur mehr drei Vereine engagierten. Denn für die Vereine sei es mit jeder Menge Arbeit verbunden und die Helfer „stehen nicht gerade Schlange“, sagt Pritsch.
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50 Skiclub-Mitglieder werden am Bürgerfestwochenende im Einsatz sein, denn die Bar des Vereins ist bei den Festbesuchern beliebt. „Am Ende trifft sich alles bei uns“, sagt Pritsch. Doch mit dem Samstag ist es nicht getan. Erstmals bietet der Verein am Sonntag Kaffee und Kuchen an und auch da werden Skiclub-Mitglieder wieder hinter der Theke stehen.
Vereine von Beginn an dabei
Der Bürgerverein hat keine Probleme, Helfer zu finden. Aber es sei eine Erleichterung, dass sich die Gäste ihre Getränke und das Essen mittlerweile selbst holen, sagt Siegfried Raith. Das Bedienen sei zu anstrengend gewesen.
Er kennt Vereine, die sich nicht am Bürgerfest beteiligen, eben weil sie keine Leute haben, die sich dafür engagieren. Der Gesangverein verkaufte beispielsweise vor einigen Jahren aus diesem Grund seine Hütte an den Tennisclub.
Markt unterstützt Vereine
Seit den 80er Jahren wird in Langquaid Bürgerfest gefeiert. Der Jahrhundertmarkt zum 700-jährigen Bestehen des Marktes 1980 sei ein „Bomben-Erfolg gewesen“, erinnert sich Organisator Hans Schächtl. Daraus sei das Bürgerfest entstanden. Von Anfang an waren die Vereine fest eingebunden, die Organisation übernahm der Bürgerverein. Es wurden Buden aufgestellt, drumherum einige Sitzgelegenheiten.
„Es war uns wichtig, dass es gemütlich ist“ , sagt Schächtl. Aber es sei ein enormer Aufwand gewesen. „Auswärtige haben uns immer bewundert, was wir hier in Langquaid auf die Beine stellen.“ Doch dem Bürgerverein wurde es zu viel, der Idealismus bei den teilnehmenden Vereinen sank und man entschied sich, das Bürgerfest nur mehr alle zwei Jahre zu feiern.
Seit vergangenem Jahr greift der Markt Langquaid den Vereinen tatkräftig unter die Arme. „Das Bürgerfest wird immer aufwendiger zu organisieren“, sagt Bürgermeister Herbert Blascheck. Darum schaffe nun der Markt die Rahmenbedienungen für das große Gemeinschaftsfest. Der Bauhof übernimmt den Auf- und Abbau der Buden, es gibt ein zentrales Spülmobil. Das offene Konzept mit den Essensständen auf der einen und den Sitzgelegenheiten auf der anderen Marktplatzseite habe vergangenes Jahr super funktioniert und für die Vereine bedeute es weniger Aufwand, sagt Blascheck.
Wichtige Einnahmequelle
Die Feuerwehr Langquaid ist am Bürgerfest mit einem großen Essensstand vertreten. Rund 30 Mitglieder sind dort im Einsatz. Doch auch für die Feuerwehr sei es schwieriger geworden, Leute zu motivieren, sagt Vorsitzender Benjamin Rautenberg. Hier müsse man Lösungen finden und versuchen, Abläufe zu optimieren, damit es für die Helfer einfacher werde, sagt er. Denn das Engagement der Vereine zeichne das Langquaider Bürgerfest aus. Zudem sei das Bürgerfest auch eine wichtige Einnahmequelle.
Während Harald Pritsch durchaus mit dem Gedanken gespielt hat, sich nicht mehr am Bürgerfest zu beteiligen, ist das für Rautenberg keine Option. „Wir tragen zum gesellschaftlichen Leben in Langquaid bei. Das ist Werbung für uns.“ Das Bürgerfest lebe von den Vereinen. Und neben der Arbeit bringe es jede Menge Spaß. Das sieht auch Pritsch so. „Die Vereine ziehen alle an einem Strang. Das macht Langquaid aus.“
