Blaualgen am Pielmühler Wehr: Gesundheitsamt warnt vor Baden im Regen

Von Esther Nußstein · 13. August 2026 um 05:00

Das Wasserwirtschaftsamt hat laut Angaben auf der Website des Marktes Lappersdorf (Kreis Regensburg) in Teilen des Regens eine deutliche Vermehrung von Blaualgen nachgewiesen. Davon betroffen ist auch die Badestelle Altwasser/Wehr Pielmühle.

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Die Blaualge ist tatsächlich gar keine Alge, sie besteht aus Cyanobakterien und ist immer Teil der natürlichen Lebensgemeinschaft in Gewässern. Bei anhaltend hohen Temperaturen, gleichmäßigem Wind und Stillwasserbedingungen wird jedoch ihr Wachstum und damit die Gefährdung gefördert, berichten das Gesundheits- und das Wasserwirtschaftsamt.

Badegäste stören sich nicht an den Schildern

In der Badezone am Wehr wurden deshalb kleine Hinweisschilder aufgestellt. Teilweise stehen die Schilder allerdings relativ weit auseinander. „Ich hatte das Schild erst gar nicht gesehen“, berichtet eine Anwohnerin. Diejenigen Badegäste, die die Schilder wahrgenommen haben, stören sich aber nicht daran. Sowohl Zwei- als auch Vierbeiner auf dem gegenüberliegenden Hundestrand planschen im Wasser.

Für die Badestelle am Wehr in Lappersdorf wurde erhöhte Blaualgengefahr ausgesprochen. - Foto: Esther Nußstein

„Ich achte schon darauf, dass die Kinder nicht tauchen oder Wasser schlucken. Aber der Regen ist ja kein stehendes Gewässer, deshalb habe ich da keine Bedenken“, sagt eine Mutter, die mit ihren zwei Söhnen hier ist. Das Gesundheitsamt warnt dennoch davor, dass insbesondere Kinder durch ihren häufigen Hand-Mund-Kontakt größere Mengen der Bakterien aufnehmen können. Für Hunde bestehe sogar tödliche Gefahr, falls sie aus betroffenen Wasserstellen trinken.

An der Wasseroberfläche sind bisher keine auffälligen Spuren zu sehen. Die Blaualgenbakterien können sich aber trotzdem in tieferen Wasserschichten verteilt befinden, auch wenn das Wasser klar wirkt. Ihre Konzentration hängt dabei stark von den Wetterbedingungen ab. Deshalb kann die Gefahr durch die Bakterien laut dem Gesundheitsamt innerhalb weniger Tage abklingen oder aber auch über mehrere Wochen anhalten.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Regens befindet sich ein Hundestrand. Für Hunde besteht tödliche Gefahr, warnt das Gesundheitsamt. - Foto:

Gesundheitsamt nennt Warnhinweise zu Befall

Folgende Anhaltspunkte helfen dabei, herauszufinden, ob von einer Badestelle Gefahr ausgeht: Ist das Wasser grünlich oder rot getrübt oder schwimmt eine Schicht auf der Oberfläche, sollte Hautkontakt vermieden werden. Testen lässt sich die Gefahr auch durch vorsichtiges Waten im Wasser bis circa Kniehöhe, ohne das Sediment aufzuwirbeln: Sind die Füße dann im Wasser nicht zu sehen, sollte auf keinen Fall gebadet werden, sagt das Gesundheitsamt.

Falls doch ein Verdacht auf Krankheit bestehe, ist bei anhaltenden Beschwerden und besonders bei kleineren Kindern frühzeitig ein Arzt aufzusuchen. Zu den typischen Symptomen gehören Haut- und Schleimhautreizungen, allergische Reaktionen sowie Magen-Darm- und Atemwegsbeschwerden.