Köferinger Radwallfahrt feiert emotionales Jubiläum: Tradition wird künftig anders fortgesetzt

Von Josef Eder · 12. August 2026 um 11:00

Die Organisatoren der 35. Köferinger beziehungsweise Alteglofsheimer Radwallfahrt hatten bereits im Vorfeld angekündigt, dass die Wallfahrt in diesem Jahr zum letzten Male in dieser Form stattfinden würde. Das hatte zur Folge, dass die Teilnehmerzahl im Vergleich zu den Vorjahren nochmals angestiegen ist. Organisationsleiter Reinhard Kautetzky erklärte, dass das nicht das Ende der Wallfahrt sei, sondern ein neuer Anfang in einer veränderten Form.

Als Konrad Kaiser mit seiner Klarinette beim Abschlussgottesdienst in Altötting „Time To Say Goodbye“ spielte, flossen dann sowohl bei den Teilnehmern als auch im Organisationsteam doch einige Tränen. Anerkennung für 35 Jahre Radwallfahrt bekamen Kautetzky, seine Familie und das Radwallfahrtsteam. Aber jedes Ende hat einen neuen Anfang, so die Devise.

Gnadenkapelle wurde bei Ankunft drei Mal umrundet

Diese Radwallfahrt von Köfering beziehungsweise Alteglofsheim nach Altötting war erneut ein großer Erfolg. Am Ende waren alle Teilnehmer glücklich, als sie die Gnadenkapelle unter Glockengeläut gemeinsam mit Pfarrer Pater Joseph und Organisationsleiter Kautetzky drei Mal umrundeten.

Der anschließende Gottesdienst, der von Pater Joseph zelebriert wurde, stand ganz im Zeichen des 35-jährigen Jubiläums. Es gab außerdem eine komplette Rundumversorgung mit Essen, Getränken sowie Sicherheitsbegleitung mit Motorrädern und Rücktransport der Teilnehmer und Fahrräder. Organisationsleiter Kautetzky betonte in seiner Ansprache, dass die Radwallfahrt wie gewohnt am zweiten Samstag im Juli weiter gehen wird.

Für sein 35 Jahre langes Engagement wurde Organisator Reinhard Kaudetzky geehrt. - Foto: Schmittnägel-Stich

Wunderbare Abschiedsstimmung in der Kirche

Es werden zwei Gasthäuser für Frühstück und Mittagessen reserviert und es wird unterwegs eine Getränkeversorgung geben. Die Heimfahrt und den Rücktransport der Fahrräder werden die Teilnehmer allerdings künftig selbst organisieren müssen.

Einer der Höhepunkte der diesjährigen Radwallfahrt waren die musikalischen Einlagen von Konrad Kaiser mit seiner Klarinette. Zunächst ergänzte er die Fürbitten in Heiligenstadt mit einem hebräischen Lied. Am Ende des Abschlussgottesdienstes sorgte er dann mit „Time To Say Goodbye“ für eine wunderbare Abschiedsstimmung.

Konrad Kaiser spielte Klarinette. - Foto: Schmittnägel-Stich

Für viele Teilnehmer zur Tradition geworden

Vor Ende des Gottesdienstes bedankten sich die stellvertretenden Organisationsleiter Reinhard Schindler und Walter Klaubauf bei Reinhard Kautetzky und seiner Frau Claudia für die 35-jährige, sehr aufwendige Organisation der Radwallfahrt. Die Veranstaltung ist für viele langjährige Teilnehmer zu einer Tradition geworden und sie ist zwischenzeitlich nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland bekannt. Nach dem Ende des Gottesdienstes wurden alle von Traudl Schmidbauer mit einem Sektempfang auf dem Kapellplatz überrascht.

Auch in diesem Jahr verlief die Radwallfahrt wieder unfallfrei, weil die Teilnehmer durch ein Frontfahrzeug und sieben Begleit-Motorrädern unter Leitung von Peter Westermeier sowie Helmut und Uwe Süß begleitet wurden.

Temperaturen über 30 Grad forderten besonders

Temperaturen über 30 Grad forderten mehr Pausen, was eine etwas längere Fahrzeit als gewöhnlich zur Folge hatte. Das Getränketeam Stich/Schmittnägel-Stich hatte „Großeinsatz“ und musste beinahe doppelt so viel Wasser und Apfelsaft als normalerweise austeilen. Das Verpflegungsteam von Sandra und Manfred Mauerer sowie Claudia Brast-Kautetzky sorgte für eine vielseitige und ausgewogene Verpflegung. Nach einem großen Frühstücksbuffet mit viel Obst und Vollkornprodukten, aber auch Kuchen, Wurst, Käse, Eiern und Kaffee gab es mittags eine stärkende Kartoffelsuppe und warme Würstel.

Unter den Teilnehmern gab es wieder einige Gruppen, wie beispielsweise Team Krones, Team Laaber, die Minikiner aus Mintraching sowie das Team Infineon.