Betrüger verschickten im Namen des Neumarkter Feuerwehrkommandanten eine Mail

Eine E-Mail, die auf den ersten Blick vom ersten Feuerwehrkommandanten Christian Kürzinger zu stammen schien, sorgte am Donnerstag bei der Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt für Aufmerksamkeit. Schnell stellte sich jedoch heraus: Die Nachricht war gefälscht. Die Feuerwehr warnt deshalb eindringlich davor, auf die Betrugsmail zu antworten, versendete Links zu öffnen oder sensible Daten preiszugeben.
Die Nachricht wurde intern an die Feuerwehrkameraden versendet. Bislang sind der Feuerwehr keine externen Empfänger bekannt. „Die Mail kam uns direkt komisch vor“, äußerte sich Pressesprecher Carl Victor Lieber. Dass es sich um eine Betrugsmail handelte, hätten die Mitglieder jedoch schnell erkannt. „Alle Mailadressen enden bei uns mit ,feuerwehr.neumarkt.de‘, die Mail wurde aber von einem Outlook-Konto versendet“, erklärte Lieber.
Zunächst informierte die Feuerwehr ihre Mitglieder und warnte sie ausdrücklich davor, auf die E-Mail zu reagieren. Anschließend veröffentlichte sie einen Beitrag in den sozialen Netzwerken, um auch die Öffentlichkeit auf die Betrugsmasche aufmerksam zu machen. „Wir können nicht abschätzen, ob der Täter die gleiche Masche auch bei anderen Institutionen versuchen wird. Deshalb ist es uns wichtig, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und zu warnen“, sagte Lieber.
„Ein solcher Betrug ist mittlerweile eine gängige Praxis bei Unternehmen der freien Wirtschaft“, ordnete Lieber ein. Warum sich Betrüger in diesem Fall eine öffentliche Institution ausgesucht hätten, könne er sich allerdings nicht erklären. „Da hat sich jemand wohl einen blöden Scherz erlaubt“, sagte er. Gleichzeitig betonte er: „Wir wollen nicht, dass unser Name mit einer solchen Aktion beschmutzt wird.“
Der Vorfall wurde inzwischen bei der Polizei angezeigt. Wer die offiziellen Kontaktdaten der Feuerwehr überprüfen möchte, findet diese auf der Homepage der Feuerwehr unter dem Menüpunkt „Kontakt“.