Sport und Schatzsuche: Deshalb ist das Ferienprogramm in Abensberg wieder der Schlager

Das Ferienprogramm der Stadt Abensberg ist auch heuer wieder gut gebucht. Warum es um viel mehr als um Spaß und Bewegung geht, lesen Sie hier.
Die Haare sind klatschnass, als die Kleine den Helm abzieht. Eineinhalb Stunden Inline-Skaten liegen hinter der Sechsjährigen. Bei 30 Grad und mehr schwitzt man mächtig unter der Schutzausrüstung. Spaß hat es Feli trotzdem gemacht.
Wie schon seit vielen Jahren ist der Inlinekurs auch heuer wieder ein Schlager im Ferienprogramm der Stadt Abensberg. „Die meisten kommen immer wieder“, sagt Kursleiterin Sabine Schweiger und lobt die Kinder, die mal sicher, mal noch etwas wackelig in die Kurve fahren und den Eltern zeigen, was sie gerade gelernt haben.
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Wie lange Schweiger schon die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren bespaßt, da muss sie schon überlegen. Sehr schnell kommt hingegen die Antwort, ob das nicht irgendwann langweilig wird: „Nein“, sagt sie entschieden, „ich liebe den Sport und ich mag Kinder. Zu sehen, wie sie sich jedes Mal steigern, macht einfach Freude.“ Und so gibt Schweiger auch in diesem Sommerferienprogramm wieder Inlinekurse, und zwar nicht nur einen, sondern gleich mehrere. Und sie alle sind immer ziemlich schnell voll.

Wo es geht, gibt es einen zweiten Kurs
Da kann es nicht schaden, dass Schweiger Unterstützung hat, und zwar von Fabienne Siegler. Die 13-Jährige hat die „Seiten gewechselt“, früher selbst das Skaten bei Schweiger gelernt, jetzt hilft sie im Kurs mit, „das ist einfach toll, sich heuer um die Kinder zu kümmern“, sagt sie.
Tags darauf ist statt Sport erst einmal „Schatzsuche“ angesagt. Noch angenehm kühl ist es am Morgen im Innenhof des Aventinums, wo zwölf kleine „Hobbyarchäologen“ mit Kelle in der Erde graben und Fundstücke freilegen: Knochen, Tonscherben oder Feuerstein. Hannah säubert sie mit einem Pinsel, bevor das Mädchen ihr gegenüber, die ebenfalls Hannah heißt, den Fund mit dem Zollstock vermisst und ihn anschließend auf einem Blatt Papier notiert, um welchen Fund es sich handelt. Mit „Archäologie in der Box“ lernen Kinder spielerisch etwas über die Schätze, die im Untergrund lagern, über die Arbeit von Archäologen. Ein Angebot, das so großen Anklang fand, dass Ferienprogramm-Organisatorin Ines Geltl kurzerhand noch eine zweite Gruppe füllen konnte.

An Beliebtheit mangelt es aber auch den vielen anderen rund 40 Aktionen im Ferienprogramm nicht. So war auch die Schnitzeljagd am ersten Ferientag, in der die Kinder die „Amtskette“ des Bürgermeisters finden sollten, schnell ausgebucht. Die zweistündige Suche führte quer durch die Stadt, unter anderem zur Kneippanlage an der Abens, wo sich die Kinder etwas abkühlen konnten und dann zum Schluss noch ins Rathaus. Dort konnten sie dann die echte Amtskette des Bürgermeisters sehen und erfuhren, zu welchen Anlässen sie der Bürgermeister trägt. Und weil dieses Angebot, im Übrigen eine Premiere, so gut angenommen wurde, gab es auch hier zwei Gruppen, mit jeweils 20 Kindern. „Wenn genügend auf der Warteliste stehen und die Kursleiter Zeit haben, machen wir oft noch einen zweiten Kurs“, so Geltl.

Erfahrungsgemäß ist der Run aufs Programm groß: „Ich weiß von den Eltern, dass die Kinder das Programmheft durchschauen und ankreuzen, wo sie hinwollen“, so Geltl. Hin und wieder gebe es dann auch Tränen, wenn das eine oder andere Kursangebot schon voll ist.
An diesem Morgen aber gibt es keine Tränen, sondern nur konzentriertes Buddeln. „Wir brauchen noch eine Tüte“, sagt eines der Mädchen.
Fundstücke und neue Freundschaften
Auf dem Tisch steht ein Modell von einem Feuersteinbergwerk, wie es es in Arnhofen in der Jungsteinzeit gab. Langsam leeren sich die Boxen, alle Fundstücke wurden fein säuberlich geborgen und in Tüten verpackt. Zum Abschluss geht es ins Museum, wo die Kinder entdecken, was rund um Abensberg alles in der Erde schlummert. „Es ist schön, wie sich die Kinder interessieren und Spaß daran haben“, sagt Madleen Böhm, die als Werkstudentin dieses Angebot betreut.

Über den Spaß und das Lernen hinaus springt aber noch etwas anderes beim Ferienprogramm heraus: Hier bilden sich neue Freundschaften. So haben sich beim gemeinsamen Buddeln auch Paul und Johannes kennengelernt.
Ferienprogramm: Vereinzelt sind noch Plätze frei
Angebot: Von Radtouren, über Fußballcamp bis hin zu kreativen und informativen Angeboten reicht das Ferienprogramm. Vereinzelt sind noch Plätze frei. Auch eine Betreuung im JUZ kann gebucht werden.
Spielwoche: Ab der kommenden Woche startet die Spielwoche für Kinder zwischen 5 und 12 auf dem Gelände der Prälat-Michael-Thaller-Schule. Mehr Infos dazu gibt es auf www.vhs-abensberg-neustadt.de.