Raffiniert versteckt: Zoll findet in Waidhaus mehr als 17.000 unversteuerte Zigaretten

Bei einer Kontrolle hat der Zoll in Waidhaus im Landkreis Neustadt an der Waldnaab mehr als 17.000 unversteuerte Zigaretten sichergestellt. Ein 23-jähriger Autofahrer aus Bulgarien geriet nach seiner Einreise aus Tschechien in die Kontrolle. Gegen ihn wurde ein Steuerstrafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und eines Verstoßes gegen das Tabaksteuergesetz eingeleitet.
Einsatzkräfte der Kontrolleinheit Verkehrswege Waidhaus haben bei einer Kontrolle auf der B14 einen umfangreichen Schmuggelfund gemacht. Ein 23-jähriger bulgarischer Staatsangehöriger war mit einem Auto mit Anhänger aus Tschechien nach Deutschland eingereist und gab zunächst vier Stangen Zigaretten mit insgesamt 800 Stück an.
Unter der Verkleidung versteckt
Bei der anschließenden Durchsuchung entdeckten die Beamten jedoch zahlreiche weitere Tabakwaren. Die Zigaretten waren unter anderem unter der Verkleidung der Rücksitzbank, im Fahrzeug sowie in mitgeführten Taschen und Plastiktüten versteckt. Insgesamt stellten die Einsatzkräfte 17.320 Zigaretten verschiedener Marken sicher.
Die sichergestellten Tabakwaren trugen bulgarische Steuerzeichen. Nach Angaben des Zolls wäre durch den illegalen Transport ein Tabaksteuerschaden von 3691,11 Euro entstanden.
Verfahren eingeleitet
Gegen den Fahrer wurde ein Steuerstrafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in Verbindung mit einem Verstoß gegen das Tabaksteuergesetz eingeleitet. Nach Abschluss der zollrechtlichen Maßnahmen durfte er seine Reise fortsetzen.
Der Leiter des Hauptzollamts Regensburg, Leitender Regierungsdirektor René Matschke, betonte, dass der illegale Transport unversteuerter Tabakwaren den Staat schädige und den Beteiligten einen unrechtmäßigen wirtschaftlichen Vorteil verschaffe. Kontrollen auf den Verkehrswegen seien deshalb ein wichtiger Baustein, um Schmuggel frühzeitig aufzudecken und Steuerhinterziehung konsequent zu verfolgen.