Großes Fest in der Stadt: Wie Burglengenfeld beim Bürgerfest für Sicherheit sorgt

Von Josef Schaller · 4. August 2026 um 05:00

Es sind nur noch wenige Wochen bis zum diesjährigen Bürgerfest, das vom 14. bis 16. August stattfinden wird. Auch diesmal ist Ulrike Pelikan, zuständig für Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Burglengenfeld, wieder für die Gesamtkoordination der Veranstaltung verantwortlich. In einem Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung sprach sie über die Planung und die Organisation des Festes, die sie bereits seit über einem Jahr beschäftigen.

Zusammen mit Bürgermeister Martin Antretter (SPD) und Ordnungsamtsleiter Wolfgang Weiß wurden bei dem Gespräch auch ein neues Grundkonzept für das Fest und ein verbessertes Sicherheitskonzept vorgestellt. Auch die Kosten der Veranstaltung wurden dabei beleuchtet.

Planungen laufen seit September 2025

Über 20.000 DIN-A-4-Seiten seien hierfür bereits über ihren Schreibtisch gelaufen, wie Pelikan betonte. Entweder habe sie die Schriftstücke selbst entworfen, gelesen, geändert oder weitergeleitet. Sogar den Stadtratsbeschluss für das Bürgerfest habe sie vorbereitet, wie sie betonte. Die Grundkonzeption der Veranstaltung sei bereits im September 2025 durch den Stadtrat festgelegt worden. Dabei habe es sowohl einen Vorschlag für ein zweitägiges als auch für ein dreitätiges Bürgerfest gegeben, wie sie sagte.

Zudem seien Anregungen von Gastronomen aufgegriffen worden, die Gebühren für die Biertisch-Garnituren zu senken. Dem habe der Stadtrat mit einer knappen Mehrheit von 11:10 Stimmen zugestimmt, was letztendlich geringere Einnahmen und somit höhere Kosten für die Stadt bedeute. Die Abstimmung für ein dreitägiges Fest sei dagegen deutlich ausgefallen. 19 von 21 Stimmberechtigten hätten sich dafür entschieden, so Pelikan.

Laut Haushaltsentwurf stellt die Stadt für das Bürgerfest Mittel in Höhe von 160.000 Euro bereit. Weitere 100.000 Euro seien von den Stadtwerken in deren Wirtschaftsplan für die dreitägige Veranstaltung eingeplant worden, um die Kosten für den Bauhof abzudecken, der für den Aufbau der Infrastruktur und für die technische Sicherung des Festgeländes sorge. Ein zweitägiges Bürgerfest hätte übrigens etwa 30.000 Euro an Kosten gespart, wie die Planerin des Events bemerkte.

Im Zuge des Zufahrtsschutzes und auch im Interesse weiterer Standbetreiber seien in einem verbesserten Konzept die Standplätze verändert worden, so Pelikan. Ziel sei es dabei gewesen, den freien Blick zur Bühne am Marktplatz von allen Seiten zu gewährleisten und das Festgelände offener zu gestalten. Entlang der Straße soll es zur Marktplatzseite hin demnach keine Stände mehr geben.

Insgesamt fast 50 Buden und Verkaufswägen örtlicher Gastronomen und Vereine sowie Gewerbetreibender außerhalb der Landkreisgrenzen sollen für ein noch größeres kulinarisches Angebot sorgen, als es bei den bisherigen Bürgerfesten der Fall war. „Jeder Burglengenfelder, der mitmachen wollte und sich beworben hat, hat einen Platz bekommen“, so die Organisationsleiterin. Bereits im Januar habe sie ein Rundschreiben an alle Vereine verschickt mit dem Angebot, sich am Bürgerfest beteiligen zu können.

Eine von Seiten der Stadt festgesetzte Obergrenze für die Getränkepreise werde es nicht geben, wie Pelikan auf Nachfrage betonte. „Wir wollen niemanden etwas vorschreiben.“ Man habe dafür Verständnis, dass Gastronomen wirtschaftlich arbeiten müssen. Schließlich müsse auch das Personal mit einem Mindestlohn bezahlt werden. Zudem gebe es auch immer die Gefahr, dass es drei Tage regne.

Ganz oben auf der Agenda der Planungen ist allerdings der Schutz der Veranstaltung gestanden. Fest stehe, dass die Sicherheit nochmal erhöht werde, wie Ordnungsamtsleiter Wolfgang Weiß betonte. Dabei sei die Stadt den Empfehlungen der Polizei in Sachen Zufahrtsschutz und Festabsicherung gefolgt. Diesbezüglich sei auch extern ein Zufahrtskonzept beauftragt und in Abstimmung mit der Polizei beraten und festgelegt worden. Mögliche Risikostellen sollen demnach noch besser abgesichert werden.

Doppelte Sperrkreise für Hauptzufahrtsstraßen

Dabei kämen sowohl Betonsicherheitssperren als auch Fair-Guard-Fahrzeugsperren zum Einsatz. Die Hauptzufahrtsstraßen sollen sogar durch doppelte Sperrkreise gesichert werden, wie Weiß ankündigte. Während die Stadt bereits 14 Betonsicherheitssperren erworben habe, müssten die Fair-Guard-Sperren angemietet werden. Auch der Personaleinsatz des Sicherheitsdienstes soll nach Darstellung des Ordnungsamtsleiters erhöht werden. All diese Kosten seien im Gesamtetat für das Bürgerfest enthalten, wie Ulrike Pelikan anmerkte.

„Die Sicherheit der Besucher und ein geordneter Ablauf der Veranstaltung stelle für die Stadt einen hohen Stellenwert dar“, wie Bürgermeister Martin Antretter sagte.

Angebot

• Gastronomie: Als örtliche Gastronomiebetriebe wirken laut Ulrike Pelikan mit: Sound/Bistro/Babo, Mixx, Cheikhos Lounge, Tapas, Café Ambiente, Burger Kitchen und der Asia Imbiss Minh. Mit dabei sind auch die Metzgerei Kern und die Pferdemetzgerei Tobias Karl. Die Festküche Zellner bewirtet den Rathaus Innenhof.

• Vereine: Skiclub Burglengenfeld, TV Burglengenfeld, Wasserwacht, Bayernfanclub „Die Reds“ und Burschenverein Pottenstetten