Waldbrand an Johannisberg noch nicht gelöscht, aber Artikel 15 wird aufgehoben

Der Waldbrand am Johannisberg in der Gemeinde Freudenberg ist am Sonntag weiterhin unter Kontrolle. Seit 5.30 Uhr bekämpfen 200 Einsatzkräfte Bodenfeuer und Glutnester. Die sieben verletzten Feuerwehrler befinden sich nicht im Krankenhaus. Zwar bleibt das 5,7 Hektar große Schadensgebiet im Landkreis Amberg-Sulzbach gesperrt, doch die Feuerwehr gibt sich am Sonntagvormittag optimistisch.
Zu diesem Artikel gibt es ein Update: Feuer am Johannisberg gelöscht – Nachlöscharbeiten dauern jedoch an
Laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes ist der Waldbrand auf dem Johannisberg in der Gemeinde Freudenberg am Sonntagvormittag weiterhin unter Kontrolle, aber noch nicht vollständig gelöscht. Seit 5.30 Uhr waren etwa 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz, Bergwacht und Technischem Hilfswerk vor Ort. Sie bekämpften vor allem Bodenfeuer und Glutnester. Am Nachmittag konnte die Zahl der Einsatzkräfte auf 70 reduziert werden.
Umstürzende Bäume, herabfallende Baumteile und Glutnester gefährden die Helfer. Sieben Feuerwehrleute wurden seit Freitagnachmittag – als der Brand ausbrach – verletzt. Nach Angaben der Einsatzleitung geht es ihnen gut; niemand befindet sich im Krankenhaus. Weitere Verletzte sind seit Samstagnachmittag glücklicherweise nicht hinzugekommen.
Glutnester erschweren die Löscharbeiten
Die Einsatzleitung blickt trotz der erwarteten sommerlichen Temperaturen zuversichtlich auf die weitere Brandbekämpfung. Entscheidend sei, dass möglichst wenig Wind aufkomme und schwelende Glut nicht erneut anfache.
Die Kirche auf dem Johannisberg ist gesichert, bleibt aber ebenso wie alle Wander- und Zufahrtswege im 5,7 Hektar großen Schadensgebiet gesperrt. Ein Kirchgang ist derzeit nicht möglich. Für die Bevölkerung besteht jedoch keine Gefahr. Die Schmie-Alm auf der anderen Bergseite liegt außerhalb des Sperrgebiets und ist von den Einschränkungen nicht betroffen.
Sperrungen rund um den Johannisberg bleiben bestehen
Auch die Verbindung zwischen Freudenberg und Bühl ist weiterhin gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet.
Die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Amberg-Sulzbach bleibt den gesamten Sonntag aktiv und bespricht regelmäßig die Lage. In der Nacht soll die Einsatzleitung an die zuständigen Feuerwehren übergehen. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch mehrere Tage dauern. Artikel 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes wird am Sonntagabend aufgehoben, teilt das Landratsamt mit. Der Artikel regelt die Örtliche Einsatzleitung bei Schadensereignissen unterhalb der Katastrophenschwelle. Erlaubt ist damit die Benennung oder Bestellung von Einsatzleitern für größere Unfälle oder Lagen, die noch keinen offiziellen Katastrophenfall auslösen.