Waldbrand am Johannisberg bei Freudenberg unter Kontrolle – Sieben Feuerwehrleute verletzt

Von Mittelbayerische Zeitung · 1. August 2026 um 10:15

Am Johannisberg in Freudenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach ist am Freitag ein Waldbrand ausgebrochen und außer Kontrolle geraten. Noch am Abend waren nach Auskunft des Landratsamtes 330 Einsatzkräfte vor Ort. Am Samstagvormittag kam die Meldung, dass der Brand sich nicht mehr weiter ausbreite. Allerdings wurden sieben Feuerwehrleute bei dem Einsatz verletzt.

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Ein Update von Sonntagvormittag lesen Sie hier: Waldbrand an Johannisberg bei Freudenberg noch nicht gelöscht – Feuerwehr ist optimistisch

Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen der Unwetter und der starken Winde während eines Gewitters nicht wie erhofft, berichtete eine Sprecherin des Landratsamts Amberg-Sulzbach am Freitag gegen 22.15 Uhr. Demnach sei der Brand mittlerweile außer Kontrolle geraten. Einzig positiv sei, dass die Kirche auf dem Berg gesichert sei.

Rund 330 Kräfte der Feuerwehr, des THW, des BRK, der Polizei und der Bergwacht waren am Freitagabend im Einsatz, berichtete die Sprecherin weiter.

Der Katastrophenfall sei momentan nicht ausgerufen. Jedoch wurde der sogenannte Artikel 15 ausgerufen, quasi eine Vorstufe des Katastrophenfalls. Das bedeute, dass es nun eine Koordination gebe, so die Landratsamtssprecherin.

Brand am Samstagmorgen unter Kontrolle gebracht

Am Samtagvormittag ist der Brand soweit unter Kontrolle gebracht. Etwa 5,7 Hektar brennen weiterhin, allerdings breiten sich die Flammen nicht weiter aus, so die Landratsamtssprecherin. Seit den frühen Morgenstunden sind noch etwa 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, THW, BRK, Bergwacht und weiteren Organisationen vor Ort. Sieben Feierwehrleute wurden bereits beim Einsatz verletzt.

Während die heftigen Unwetter andernorts für Probleme sorgten, spielten sie den Einsatzkräften am Samstag in die Karten, so das Landratsamt. Allerdings würden für Sonntag Sonne und wärmere Temperaturen vorhergesagt, „was die Arbeit für die Einsatzkräfte vermutlich erschweren wird.“ Die Feuerwehr rechne aber ohnehin damit, dass Löscharbeiten und Rauchentwicklung noch mehrere Tage anhalten werden. „Mindestens bis Montagnachmittag“, hieß es am späten Samstagabend seitens des Polizeipräsidiums Oberpfalz.

Zudem unterstützte am Samstag auch ein Hubschrauber die Löscharbeiten aus der Luft. Am frühen Samstagnachmittag waren so schon mehr als 10.000 Liter Wasser auf den Brand abgeworfen worden. Der Hunschraubereinsatz wurde gegen 16 Uhr beendet.

Kreisstraße ist gesperrt

Die Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach warnte bereits am frühen Freitagabend vor dem Waldbrand. Die Kreisstraße AS29 ist wegen des Brands gesperrt. Die Bürgerinnen und Bürger sollten das Gebiet um den Brand meiden und die Umleitungsbeschilderung beachten, heißt es in einem Instagram-Beitrag der Kreisbrandinspektion. Dies bestätigte die Sprecherin des Landratsamts. Am Samstagmorgen wurde auch die Staatsstraße 2399 in dem Gebiet durch die Feuerwehr gesperrt.

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Aktuell bestehe keine direkte Gefahr für Anwohner, so das Landratsamt. Allerdings werden Bürgerinnen und Bürger gebeten, Fenster zu schließen und das betroffene Gebiet zu meiden.

Auch Anwohner des Landkreis Schwandorf wurden per Nina-App vor dem Waldbrand gewarnt. Laut Polizei und Landratsamt ist der Landkreis nicht vom Brand betroffen, jedoch ziehe der Rauch in die Richtung.