Bilanz: Mehr als 2000 Gäste erlebten Sommernachtstraum auf der Burg Brennberg

Von Resi Beiderbeck · 30. Juli 2026 um 13:00

Aufregende Monate sind zu Ende für das Ensemble des Brennberger Burgtheaters (Kreis Regensburg) . Nach 300 Probenstunden, einer gefeierten Premiere und weiteren sieben Aufführungen mit jeweils 250 Plätzen im Verkauf kehrt nun Ruhe ein auf Burg Brennberg. Vier Vorstellungen waren komplett ausverkauft.

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Zusätzlich gab es sogenannte Stehplätze, bei denen sich die Besucher Decken mitnehmen konnten oder eigene Stühle. Bei den anderen vier Vorstellungen waren immer über 240 Besucher da. „In Summe hatten wir über 2000 Besucher!“, freut sich Bürgermeisterin Marion Macht.

Neben den 29 Darstellern, die allesamt ehrenamtlich gespielt haben, waren hinter der Bühne für Technik, Kostüme, Maske, Bühnenbau, Organisation, Umbau und Regieassistenz 20 Personen im Einsatz.

Sicherheitskonzept von Feuerwehr und Polizei

Die Feuerwehr hat jeden Abend den Sicherheitsdienst übernommen und das Konzept mit der PI Wörth abgeklärt. „Zusätzlich hatten wir Unterstützung durch Bauhof und Verwaltung bei der Organisation, beim Kartenvorverkauf und bei der Kalkulation“, sagt die Bürgermeisterin und fügt an: „Die Abrechnung dauert noch ein bisschen, aber es sieht so aus, als läge das Defizit bei rund 10 000 Euro.“ Das ist weit weniger als erwartet, denn ursprünglich war man von 20 000 Euro ausgegangen.

Der letzte Applaus ist verklungen, das Ensemble gönnt sich Erholung – und eine erfolgreiche Schauspielsaison ist zu Ende. - Foto: Resi Beiderbeck

Im Hintergrund mitgewirkt hat die stellvertretende Landrätin. Irmgard Sauerer übernahm den Job der Souffleurin. In ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin von Brennberg hatte sie den „Sommernachtstraum“ auf den Weg gebracht und ihn ihrer Nachfolgerin quasi vererbt. Dass nun so viele Besucher aus dem Raum Regensburg, aber auch aus Straubing, Kelheim, Cham und sogar aus Erlangen, Passau und München kamen, darüber freut sich Sauerer: „Ich bin so froh, dass alles gut verlaufen ist, wir über 2000 Menschen einen Abend lang gut unterhalten haben und vor allem, dass wir so eine tolle Truppe mit so guter Stimmung sind!“

Froh ist auch Regisseur Georg Blüml, der es unglaublich findet, was Brennberg möglich gemacht hat. „Da ist zum einen natürlich das, was man als Zuschauer tatsächlich sieht – also die Bühne und die Requisiten: Einzelne hervorzuheben, hieße hier, andere, kaum weniger wichtige, zu übergehen. Dann die Masse an Kostümen, die zusammengestellt und angepasst werden mussten. Hier ist die Meisterin der heißen Nadel zu nennen: Danke, Sylvia Schiegl.“

Die neuen Talente machten große Fortschritte

Dazu komme das, was der Zuschauer nicht sieht: „Der ungeheure organisatorische Aufwand für die Probenplanung hat die auch als Schauspielerin großartige Renate Brandl um den Schlaf gebracht. Und erst die Massen an Tonzuspielungen und Mikrofonen für so eine riesige Besetzung!“ Höchst erfreut hat den Regisseur das Traumwetter. „Ich habe in Brennberg um diese Jahreszeit schon Glühwein getrunken“, erinnert er sich noch gut an die Reimar-Inszenierung.

Gefreut hat er sich über die vielen neuen Talente und deren Fortschritte - von anfänglicher Zurückhaltung bis zum hemmungslosen Ausspielen. Sehr zufrieden zeigt sich Blüml auch darüber, dass es gelungen ist, das in der ausgewählten Übersetzung recht glücklich übertragene Metrum Shakespeares gut zu transportieren: „Dieses spezielle Schweben der Sprache, das sich einstellen kann, obwohl die Verse nicht immer gereimt sind. Das ist schwer, da auch die wenigsten Profi-Schauspieler das heute noch lernen“, so der Regisseur.

Überwältigend sind die Rückmeldungen der Besucher. Die tolle Verpflegung wurde gelobt und der komfortable Bus-Shuttle. „Ich habe sogar Mails bekommen von Besuchern, die sich für einen wunderschönen Abend bedankt haben“, sagt die Bürgermeisterin. „Wunderbares Ambiente, herrlich inszeniertes Stück“, oder „Toller und wohltuend freundlicher Service, der nicht mehr so selbstverständlich ist“ – so und ähnlich äußerten sich die Gäste. „Es hat halt einfach alles gepasst.“