75 Abschlussschüler an der Rodinger Realschule: Alle wissen, wie es für sie weiter geht

75 Schüler schrieben heuer die Abschlussprüfung zur Mittleren Reife an der Konrad-Adenauer-Realschule in Roding – und alle haben bestanden.
Noch bemerkenswerter: Alle von ihnen wissen, wie es weitergeht, sei es in Ausbildung, Beruf oder weiterführenden Schulen. „Dies ist in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich“, betonte Direktor Alexander Peintinger am Freitag bei der Abschlussfeier in der Stadthalle, um so stolzer seien er und die ganze Schulfamilie, „dass das in Roding noch so ist“.

Nach einem Stück des Realschul-Blasorchesters Blechschon, das mit der Schulband die Feier musikalisch wunderbar begleitete, begrüßte Konrektor Markus Gruber die Besucher in der voll besetzten Stadthalle. Dass unter anderem auch viele Bürgermeister und weitere Ehrengäste gekommen waren, sei ein Beleg für den hohen Stellenwert der Veranstaltung und freue die Schulfamilie sehr.
Viel Lob von Bürgermeisterin Alexandra Riedl
Alexandra Riedl sprach in Doppelfunktion als Bürgermeisterin und stellvertretende Landrätin ein Grußwort. „Ihr könnt wirklich stolz auf das sein, was ihr erreicht habt“, sagte sie zu den Absolventen. Viele Hürden hätten gemeistert und manchmal sicher auch „der innere Schweinehund überwunden werden müssen“, so die Rathaus-Chefin. Dass es am Ende alle geschafft haben, sei eine große Leistung sowohl der Schüler als auch der Lehrer, würdigte sie.
Auch wenn die Jugendlichen nun die Mittlere Reife in der Tasche haben, würden sie „nie aufhören, zu lernen“. Ihre Zukunft beginne jetzt, es sei sehr erfreulich, dass jeder wisse, was er machen wolle. „Habt Mut, den richtigen Weg einzuschlagen“, riet die Bürgermeisterin den Abschlussschülern – und wenn sich der erste Weg nicht als der richtige erweise, könne es auch der zweite oder dritte sein. „Ich bin auch nicht gleich nach der Schule Bürgermeisterin geworden und das ist auch gut so“, sagte Riedl mit einem Schmunzeln. Beruf müsse auch immer Berufung sein und Spaß machen, die Jugendlichen sollten sich deshalb auch ruhig ausprobieren. Lobend erwähnte die Rathaus-Chefin auch, dass viele der Abschlussschüler auch ehrenamtlich sehr engagiert sind.
Kein Ende, sondern ein Übergang bedeute die Zeugnisübergabe, erläuterte die Vorsitzende des Elternbeirats, Sonja Wabner. Der Schulweg sei nicht bei allen immer geradlinig verlaufen, dies sei aber nicht wichtig. Auf den Abschluss könnten alle sehr stolz sein, außerdem hätten die Schüler ein „besonderes Miteinander“ gezeigt.
In der 10. Klasse, als die Abschlussprüfungen näher rückten, habe sich die Schule stark verändert, berichteten die beiden Schülersprecher Eldarbek Orozmamatov und Sofie Horodyska, die Lehrer seien dann auch als „Motivationscoaches“ gefragt gewesen. Sie dankten allen, die ihnen geholfen hätten, die finalen Tests zu meistern. Sie seien mit allen Fähigkeiten ausgestattet, um den weiteren Lebensweg zu gehen, und nähmen auch alle Freundschaften mit, betonten sie. Vermissen werden sie vor allem die Menschen oder „Witze, die nur die Klasse versteht“.
„Die ganze Schulfamilie feiert euch“, sagte Direktor Peintinger. Beim Durchblättern der Jahrbücher habe er den „phänomenalen Weg“ gesehen, den die Abschlussschüler in den vergangenen sechs Jahren an der Konrad-Adenauer-Realschule zurückgelegt hätten. Auf ihre Leistungen könnten sie sehr stolz sein. Nicht nur fachlich könnten die Jugendlichen überzeugen, sondern auch mit Werten, Charakter, Motivation, Hilfsbereitschaft und Anstand. „Ihr seid auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt und für die Wirtschaft leider bereits vergriffen“, so der Schulleiter.
Gute Noten als „hochwertiger Schlüssel“
Gute Noten auf dem Abschlusszeugnis seien ein hochwertiger Schlüssel, perfekt, um die ersten Türen im Berufsleben oder an weiterführenden Schulen aufzusperren. Ein solcher Erfolg falle aber nicht vom Himmel, der Direktor dankte deshalb neben dem Lehrerkollegium auch den Eltern und dem „hochengagierten Elternbeirat“, die viel zum positiven Ergebnis beigetragen hätten.
Peintinger erinnert sich gerne an die vielen gemeinsamen Erlebnisse, die den „starken Jahrgang“ geformt hätten, von Sportcamps über Umweltaktionen, Fasching, Konzerten und den Schüleraustausch mit Frankreich bis hin zu den unvergesslichen Abschlussfahrten. „Die Seiten eurer Realschul-Zeit sind jetzt vollgeschrieben. Ab jetzt liegt ein neues, leeres Buch vor euch. Die Feder liegt in euren Händen“, sagte Peintinger. Er forderte die Absolventen auf, sich selbst treu zu bleiben, zu ihren Werten zu stehen und mutig und voller Zuversicht in die Zukunft zu gehen – das nötige Rüstzeug dafür hätten sie.
Viele außergewöhnliche Leistungen
Alle haben bestanden: 75 Schüler sind in diesem Jahr an der Konrad-Adenauer-Realschule in Roding zu den Abschlussprüfungen angetreten, alle haben sie erfolgreich gemeistert.
27 mit „1“ vor dem Komma: Sehr viele Abschlussschüler haben gute Noten sammeln können, bei 27 steht bei der Gesamtnote sogar eine „1“ vor dem Komma.
Die besten Schüler: Notendurchschnitt 1,5: Hannes Eigenstetter und Alexander Bauer; Durchschnitt 1,45: Pia Süß, Lena Schwarzfischer, Johannes Höcherl, Rebecca Huber, Magdalena Ederer und Corinna Dummer; Durchschnitt 1,42: Isabel Heuberger; Durchschnitt 1,36: Sophia Scheitinger; Durchschnitt 1,27: Sarah Aschenbrenner; Durchschnitt 1,18: Magda Aschenbrenner; Durchschnitt 1,17: Rebekka Steibl, Lukas Eigenstetter und Stefanie Dieß; Durchschnitt 1,09: Tobias Bräu.
Sonderpreis: Für außerordentliche Leistungen in Französisch erhielt Lena Schwarzfischer den Saint-Exupéry-Preis von der deutsch-französischen Gesellschaft Regensburg.