Realschule Roding: Der neue Konrektor ist ein alter Bekannter

Von Oliver Hausladen · 4. September 2025 um 19:00

Sechs Bewerber hat es um die Nachfolge von Bernhard Kolbeck gegeben, dessen Stelle als Konrektor der Rodinger Realschule frei wurde, weil er als Direktor an die Realschule nach Neufahrn in Niederbayern wechselte.

Die Entscheidung sei nicht einfach gewesen, berichtet Schulleiter Alexander Peintinger – vor allem bei den beiden besten Bewerbern, unter denen es ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegeben habe. Letztlich fiel die Wahl des Kultusministeriums auf ein in Roding bereits bekanntes Gesicht: Markus Gruber, von 2017 bis 2020 schon 2. Konrektor, kehrt wieder zurück an die Konrad-Adenauer-Realschule.

„Ich freue mich über diese Wahl“, sagt Peintinger, der betont, wie eng das Rennen am Ende war. Auch die zweite Bewerberin, die am Ende noch dabei war, sei sehr gut qualifiziert gewesen. Der Direktor hofft nun, dass sein ständiger Stellvertreter möglichst früh auch offiziell seinen Dienst in Roding wird antreten können. Zuletzt war der 57-Jährige fünf Jahre lang als Konrektor an der Staatlichen Realschule in Viechtach tätig.

Enges Rennen

Nachdem der Wechsel von Kolbeck stattfand, habe das Kultusministerium signalisiert, dass die Stelle sofort nachbesetzt wird, so Peintinger. Das übliche Bewerberverfahren lief an. Nachdem er Gespräche mit den Interessenten geführt hatte, erstellte der Schulleiter eine Rangliste. „Diese ist zwar nicht bindend für das Kultusministerium, wird aber schon beachtet“, erläutert Peintinger, der bereits in sein 15. Jahr als Leiter der Rodinger Realschule geht. Dass es vor allem zwischen den beiden besten Bewerbern eng werden würde, sei ihm schnell klar gewesen.

Da die letztlich unterlegene Bewerberin eine genauere Prüfung der Entscheidung gefordert hat, habe sich der Prozess etwas verlängert, erläutert Peintinger. Eigentlich hätte der Posten schon zum 1. September wieder besetzt werden sollen. Am Mittwoch sei ihm die Entscheidung nun mitgeteilt worden – noch rechtzeitig, bevor das Schuljahr wieder beginne.

Schon am zweiten Schultag, am Mittwoch, 17. September, habe er eine spezielle Aufgabe für Gruber vorgesehen: Die Begrüßung der Ehrengäste, unter anderem von Minister Albert Füracker sowie Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, wenn das Hallenbad und die Sporthalle nach der umfassenden Sanierung wieder eröffnet werden. Auch sonst habe der erste Konrektor viele Aufgaben, vor allem auch mit dem Schulverwaltungssystem und der Ausbildung von Referendaren. „Wir sind Seminarschule und der Konrektor vertritt mich auch in diesem Bereich, wenn ich nicht da bin“, erklärt Peintinger.

Ich verstehe mich sehr gut mit ihm und in Viechtach hatte er schon zum Großteil die gleichen Aufgaben.

Direktor Alexander Peintinger

„Ich verstehe mich sehr gut mit ihm und in Viechtach hatte er schon zum Großteil die gleichen Aufgaben“, ist sich Peintinger sicher, dass sein neuer Stellvertreter keine lange Anlaufzeit benötigen wird. Ein besonderes Antrittsgeschenk hat er auch schon: Wie jeder neue Fünftklässler wird auch der neue Vize von ihm einen Kieselstein bekommen.

Gruber, der in Nittenau wohnt und für den sich damit auch der Weg zur Arbeit deutlich verkürzt, freut sich auf seine neue Aufgabe an der „alten“ Schule. Das Abitur hat der 57-Jährige am Albertus-Magnus-Gymnasium in Regensburg gemacht, bevor er als Referendar am Institut für Lehrerausbildung in Pasing sowie an den Realschulen in Puchheim und Taufkirchen tätig war.

Viel Erfahrung gesammelt

Den ersten Einsatz als Lehrer hatte Gruber an der Knabenrealschule der Diözese Eichstätt in Rebdorf. Es folgten Einsätze in Friedberg, Nabburg und Neunburg vorm Wald. Von April 2013 bis Juli 2014 ging es für ihn zum ersten Mal nach Viechtach, wo er als 2. Realschulkonrektor tätig war. Nach drei Jahren in der gleichen Funktion an der Staatlichen Realschule Regensburg II ging es nach Roding, bevor er die vergangenen fünf Jahre wieder in Viechtach wirkte. Die Stelle, die dort nun frei wird, soll zum Schul-Halbjahr wieder besetzt werden.

Der Kieselstein als Antrittsgeschenk ist schon vorbereitet: Rektor Alexander Peintinger freut sich, dass mit Markus Gruber die Stelle seines Stellvertreters schnell neu besetzt worden ist. - Foto: Oliver Hausladen

Beste Voraussetzungen für ein ruhiges Schuljahr

644 Schüler, davon 116 „Neuzugänge“: 644 Schüler werden die Konrad-Adenauer-Realschule im neuen Schuljahr besuchen, 116 davon zum ersten Mal. Sie werden in fünf 5. Klassen eingeteilt, wie Direktor Alexander Peintinger berichtet.

Freude über stabile Schülerzahl: „Wir freuen uns über die stabile Schülerzahl“, sagt der Schulleiter.

Lehrerstellen, die wegfielen, werden nachbesetzt: Erfreulich sei auch, dass alle Stellen der Lehrer, welche die Schulen verlassen haben, nachbesetzt wurden. „Noch hat uns der Lehrermangel nicht erreicht“, sagt Peintinger deshalb. Lediglich die Zahl der Referendare sinke im neuen Schuljahr von fünf auf drei.

Großes Spektrum an Wahlfächern: So könne auch wieder ein umfangreiches Paket an Wahlfächern geboten werde, wobei Schwerpunkte unter anderem bei Musik und Robotik liegen werden.

Hallenbad und Turnhalle können wieder genutzt werden: Peintinger ist aufgrund der Voraussetzungen zuversichtlich, dass es ein ruhiges Schuljahr werden könnte, zumal auch die Turnhalle und das Hallenbad unmittelbar neben dem Schulgebäude nach der abgeschlossenen Generalsanierung wieder genutzt werden können.