Tötungsdelikt in Regensburg: Tatverdächtiger wird Ermittlungsrichterin vorgeführt

Von André Baumgarten · 24. Juli 2026 um 11:42

An den Händen und den Füßen gefesselt, führten drei Polizeibeamte am Freitagvormittag den 20-jährigen mutmaßlichen Täter vor. Er soll am Donnerstag einen 58-jährigen Angestellten einer Bank am Rennweg Zentrum mit einem Messer tödlich verletzt haben. Es gibt auch neue Details zur Tat.

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Schreckliche Bluttat im Regensburger Stadtwesten: Während der Schock in Regensburg noch tief sitzt, hat die Kriminalpolizei den Tatverdächtigen der Ermittlungsrichterin am Amtsgericht vorgeführt. Am Freitagvormittag wurde der 20-Jährige, gefesselt an Füßen und Händen, von drei Beamten zum Justizgebäude in der Augustenstraße gebracht. Er trug nach wie vor den Anzug der Spurensicherung, in den ihn die Spezialkräfte nach ihrem Zugriff gepackt hatten.

Haftbefehl wegen Tötungsdelikt beantragt

Vorgeworfen wird dem Mann ein Tötungsdelikt. Welche Straftaten ihm genau zur Last gelegt werden, hat die Staatsanwaltschaft bislang noch nicht verlautbaren lassen. Die Ermittlungsrichterin befragt den Tatverdächtigen. Sie muss entscheiden, auf welcher Grundlage ein Haftbefehl erlassen wird. Dass der Mann in Untersuchungshaft genommen wird, daran dürfte es angesichts der heimtückischen Attacke kaum Zweifel geben.

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+++UPDATE+++ Am Freitagnachmittag gab Thomas Schug von der Staatsanwaltschaft bei einer Pressekonferenz bekannt, dass gegen den Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen und er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde. Auch nannte Schug Details zu den Tatvorwürfen. Die Ermittler gaben zudem Details zu dem tatverdächtigen 20-Jährigen bekannt.

Am Nachmittag wollen sich die Ermittlungsbehörden zur schrecklichen Tat äußern. Derzeit ist noch wenig über die Hintergründe bekannt. Als sicher gilt, dass es sich bei der Tat nicht um einen Banküberfall gehandelt hat. Denn: Der 20-Jährige soll nach Betreten der Bank das Opfer persönlich verlangt haben. Offenbar stach er dann unvermittelt auf den 58-Jährigen ein. Der rettete sich nach Informationen der Mediengruppe Bayern durch ein Fenster ins Freie und brach dort zusammen. So schilderten es Augenzeugen. Trotz aller Bemühungen der Ärzte verstarb der Mann wenige Stunden später im Krankenhaus.

Anteilnahme in der Stadtgesellschaft ist groß

Bereits am Donnerstag äußerten sich sowohl Vertreter der betroffenen Bank, als auch das Regensburger Stadtoberhaupt betroffen über die Ereignisse am Rennweg Zentrum.