Tiefe Trauer und Bestürzung in Regensburg nach tödlichen Messerstichen auf Bank-Mitarbeiter

Von Christian Eckl, André Baumgarten · 24. Juli 2026 um 09:31

Der Tod eines 58-jährigen Bank-Mitarbeiters nach einer Messerattacke am Donnerstagnachmittag hält Regensburg auch am Morgen nach der Tat in Atem. Auf Anfrage der Mediengruppe Bayern hat sich zwischenzeitlich auch das betroffene Bank-Institut zu Wort gemeldet. Auch der Regensburger Oberbürgermeister ist geschockt von den Ereignissen.

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Der Schock sitzt tief in Regensburg. Ein Mensch ist tot, der morgens in die Arbeit ging und abends nicht zu seiner Familie nach Hause kam. Im Regensburger Stadtwesten, einem ruhigen Stadtviertel, herrschte auch am Morgen nach der Bluttat Entsetzen über die Ereignisse. Ein 20-jähriger Mann hatte am Donnerstag die Bank-Filiale am Rennplatz betreten, bewaffnet mit einem Messer. Er verletzte den Bank-Mitarbeiter derart schwer, dass er kurz darauf in einem Regensburger Krankenhaus verstarb.

Auf Anfrage der Mediengruppe Bayern äußerte sich nun auch das betroffene Bank-Institut zu der schrecklichen Tat. Ein Sprecher aus München teilte mit: „Wir sind zutiefst bestürzt über den Verlust eines unserer Kollegen infolge dieses tragischen Vorfalls.“ Und weiter: „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden sowie bei den weiteren betroffenen Kolleginnen und Kollegen.“

Bankinstitut unterstützt betroffene Mitarbeiter

Die Hintergründe der Tat lagen am Freitagmorgen noch im Dunklen. Die Polizei wollte sich bei einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag zu den Vorgängen äußern. Der Sprecher des betroffenen Bankinstituts erklärte dann auch weiter: „Die Unterstützung unserer Mitarbeitenden hat für uns höchste Priorität. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit den zuständigen Behörden zusammen.“

Hier finden Sie alle Informationen rund um das Tatgeschehen aus dem Nachrichtenticker.

Doch neben dem Entsetzen über die Tat appelliert der Sprecher des Instituts auch an die gebotene Zurückhaltung angesichts der schrecklichen Ereignisse: „Aus Respekt gegenüber den Betroffenen und mit Blick auf die laufenden Ermittlungen bitten wir um Verständnis, dass wir uns derzeit nicht weiter äußern“, heißt es abschließend aus der Bank.

Reaktionen kamen am Donnerstagabend auch aus der Kommunalpolitik. So veröffentlichte der Regensburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger noch am Abend der Tat ein Statement auf seinen Social-Media-Kanälen. „Der heutige Vorfall in einer Bankfiliale am Rennweg erschüttert mich zutiefst“, schrieb Burger. „Den Angehörigen gilt mein tiefstes Mitgefühl.“ Seine Gedanken seien „auch bei den Menschen, die sich zeitweise in der Gewalt des Tatverdächtigen befanden, sowie bei allen, die das Geschehen unmittelbar miterleben mussten“.

Und weiter: „Viele Bürgerinnen und Bürger im Regensburger Westen haben heute Stunden großer Unsicherheit erlebt. Auch ihnen gelten meine Gedanken.“ Burger bedankte sich im Namen der Stadt bei allen Einsatzkräften, aber auch bei jenen, die in der Krisenintervention tätig sind und den Betroffenen vor Ort schnell zur Hilfe eilten.

Betroffen zeigte sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund. DGB-Vorsitzender Rico Irmischer verbreitete auf seinem Instagram-Account: „Wer zur Arbeit geht, sollte abends wieder nach Hause kommen. Vergiss nie: Hier arbeitet ein Mensch.“

Pressekonferenz der Polizei

Vor Ort am Rennwegzentrum herrschte am Freitagmorgen tiefe Betroffenheit. Trauernde legten vor der Filiale der betroffenen Bank Kerzen und Blumen ab. Ein beklommenes Gefühl war spürbar. Die Menschen bewegt vor allem eine Frage: „Weiß man schon was, warum“, fällt immer wieder. Am Freitagnachmittag informierten Polizei und Staatsanwaltschaft zu den bisherigen Erkenntnissen.

Der festgenommene Tatverdächtige wurde am Vormittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Es wurde Haftbefehl erlassen und der 20-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.