Nach Feuer in Maxhütte-Haidhof: Kripo ermittelt wegen schwerer Brandstiftung

Von Thomas Rieke · 22. Juli 2026 um 19:00

Vier Wochen nachdem ein Feuer in einer Maxhütter Wohnsiedlung eine Doppelhaushälfte zerstört hat, gibt es hinsichtlich der Brandursache eine überraschende Wende: Nach Informationen der Redaktion ermittelt die Kriminalpolizei Amberg wegen „schwerer Brandstiftung“. Im Fokus der Untersuchungen stehe eine Person aus dem familiären Umfeld, so Polizeisprecherin Melanie Bäumler auf Anfrage.

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Polizei und Feuerwehren waren am 21. Juni gegen 23.30 Uhr alarmiert worden. Als sie am Brandort eintrafen, schlugen bereits Flammen aus den Fenstern des Erdgeschosses. Nur durch das beherzte Eingreifen der rund 80 Einsatzkräfte unter der Leitung von Sören Chwastek habe verhindert werden können, dass sich der Brand auf die zweite Doppelhaushälfte ausbreiten konnte, hieß es. Personen kamen nicht zu schaden.

Der Hauseigentümer und seine Frau waren dem Vernehmen nach nicht zuhause gewesen. Sein Sohn berichtete, er habe plötzlich Brandgeruch festgestellt und sei deshalb mit seiner Schwester aus dem Gebäude geflüchtet. Ein Hund kam jedoch vermutlich aufgrund einer Rauchgasvergiftung ums Leben.

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Zunächst wurde ein technischer Defekt als Ursache vermutet

Zur Brandursache hielten sich die Ermittler zunächst bedeckt. Zunächst deutete aber einiges auf einen technischen Defekt hin. Der Sohn des Hausbesitzers hatte angegeben, er habe ein verdächtiges Geräusch wahrgenommen, das er als Bersten eines Akkus deutete. Auf einer Wärmebildkamera waren indes gleich mehrere Brandherde im Kellerbereich zu erkennen.

Vor rund zwei Wochen bestätigte die Polizei, es werde „in eine andere Richtung“ ermittelt; eine technische Ursache scheide vermutlich aus. Nun kam die Konkretisierung: Eine Person aus dem familiären Umfeld wird verdächtigt, den Brand gelegt zu haben. Von „Vorsatz“ ist laut Pressesprecherin Bäumler nicht die Rede, aber es liege eine besondere Schwere der Tat vor, weil sich zum Zeitpunkt, als das Feuer gelegt worden sei, mindestens eine Person im Gebäude befunden habe.

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Schaden: Rund eine halbe Million

Die Person, gegen die sich der Verdacht auf Brandstiftung richtet, ist weiter auf freiem Fuß. Auf Untersuchungshaft wurde laut Bäumler verzichtet, weil keine Fluchtgefahr bestehe. Zum Tatmotiv konnte sie noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen dauerten diesbezüglich an.

Auch zur Höhe des verursachten Sachschadens gibt es eine Neuigkeit: Sie wurde von rund 400.000 Euro auf jetzt rund eine halbe Million nach oben korrigiert.