Neuer Anlauf für Projekt in Neumarkt: Max Bögl will „Quartier am Hafen“ bauen

2019 war das Grundstück an der Dr.-Grundler-Straße schon mal Thema im Neumarkter Stadtrat gewesen. Grundsätzlich war die Stadt einverstanden mit dem, was Max Bögl auf dem Parkplatz neu bauen wollte. Angerückt sind Bauarbeiter und Bagger des Sengenthaler Bauunternehmens aber bis heute nicht. Doch das soll sich nun ebenso ändern wie das, was Bögl bauen will.
Vor sieben Jahren hatten die Mitglieder des Neumarkter Stadtrats die Verwaltung beauftragt, die nötige Änderung des Bebauungsplans in die Wege zu leiten. Das geschah auch, aber Bögl setzte das vorgesehene Parkhaus und ein weiteres Gebäude für ein Boardinghaus nie um.
Letzteres sollte an die Nürnberger Straße grenzen und zur längerfristigen Vermietung 80 Appartements mit Küche beinhalten. Auf dem Markt gebe es kaum kleinere Appartements, die beispielsweise für Mitarbeiter von regionalen Unternehmen interessant seien, die unter der Woche in Neumarkt leben, hatte Bögl damals erklärt. Angedacht war auch eine Bäckerei-Filiale im Erdgeschoss. Hinter dem Gebäude war das Parkhaus geplant, das auf elf Ebenen bis zu 432 Autos Parkplätze bieten sollte.
Max Bögl plant Ärztehaus statt Boardingshaus in Neumarkt
Dieses „Quartier am Hafen“, wie es Bögl 2019 bezeichnet hatte, wird nicht in dieser Form kommen – wenn auch in ähnlicher. Daher sollen die Mitglieder des Stadtrats am 27. Juli darüber entscheiden, ob die Verwaltung erneut an den Bebauungsplan Hand anlegt. Laut Verwaltung wäre das in einem vereinfachten und damit schnelleren Verfahren möglich.
Die Firmengruppe Max Bögl will zwar nach wie vor auf dem Grundstück zwischen Gesundheitsamt und Flussmeisterstelle ein Parkhaus bauen, allerdings nun mit zwölf Ebenen bei insgesamt etwas kleinerem Volumen des Gebäudes. Bögl will es als öffentliches Parkhaus betreiben.
Dort könnten unter anderem die Patienten parken, deren Ärzte in das weitere geplante Gebäude zwischen Parkhaus und Nürnberger Straße einziehen. Statt eines Boardinghauses sehen die Pläne aus Sengenthal nun ein Ärztehaus vor. Insgesamt wird der Bau etwas größer sein als in den früheren Plänen. Vorgesehen hat Bögl zudem eine Tiefgarage für das Personal im Ärztehaus.
Sollte das tatsächlich so kommen, wäre es der Abschluss eines langen Weges. Denn schon in den Jahren vor 2019 hatte Max Bögl mit dem Bau eines Parkhauses und eines Bürogebäudes auf dem Grundstück geliebäugelt.