Ritterin zapft das erste Fass: Bierprobe weckt Vorfreude aufs Drachenstich-Volksfest

Michael Mühlbauer und Markus Späth sind als Wirte des Drachenstichfestes angetreten, um einiges neu und anders zu machen. Bei der Bierprobe am Dienstagabend im Tagungszentrum ATT haben sie gleich einmal einen Beleg abgeliefert: Nicht der aktuelle Ritter Max Wild, sondern seine Ritterin Julia Baumann hat das erste Fass angezapft.
„Ozapft is“, hat Julia glücklich gerufen, nachdem sie den Zapfhahn mit vier Schlägen sauber platziert hatte. Dabei hätte es den vierten Schlag gar nicht mehr gebraucht. Schon nach dem dritten sagte Brauer Andreas Mayer, der für den Volksfest-Gerstensaft zuständig ist: „Reicht, der ist schon drin.“
Bürgermeister: Bierprobe ist ein besonderer Moment
Vor dem Anstich standen selbstredend Grußworte aller Beteiligter an. Nachdem die Businenbläser des Spielmannszugs den Abend eröffnet hatten, traten die beiden Festwirte auf die Bühne. Müsste man sie malen, sie würden wohl genau so aussehen: lässig, griabig, humorvoll und kompetent. Nachdem Mühlbauer die Begrüßung übernommen hatte, trat Bürgermeister Sandro Bauer ans Mikrofon. Er bezeichnete die Bierprobe als besonderen Moment, der auf zehn Tage Drachenstichfest einstimmt.
Nach zwei Jahren Pause kehre die Veranstaltung an den Ort zurück, der durch die Landesgartenschau ein neues Gesicht bekommen habe. Das Volksfest 2026 verbinde Tradition mit Aufbruch. Großen Applaus im gut besetzten Saal bekam er für seine Aussage: „Ein besonderer Dank geht dabei an Michael Mühlbauer und Markus Späth.“ Es sei eine tolle Geschichte, dass die Festwirte das Risiko eingehen. Er hoffe, dass sich dieses Engagement lohne.

Späth warf einen Blick zurück. Im Oktober, als sie den Zuschlag bekamen, stand zu Beginn ein Anruf von Mühlbauer: „Herr Festwirt, Griaß di, hat er gesagt, weil er es vor mir gewusst hat.“ Sofort ist man in die Planungen eingestiegen, hat sich zunächst, wie er sagte, „um die drei großen Bs“ gekümmert: Band, Bier und Bedienungen. Das Festbier von Mayerbräu aus Furth im Wald wird ergänzt mit dem Weißbier der Brauerei Mühlbauer aus Arnschwang.
Späth betont dabei, dass sowohl Andreas Mayer als auch Stefan Mühlbauer völlig unkompliziert zusammenarbeiten. Nach dem Motto, „warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“, habe man alle Gewerke, Speisen und Getränke in der näheren Umgebung geordert.
Verlängerte Öffnungszeiten im Bierzelt
So wird Daniel Siegl mit einer abwechslungsreichen Karte, die auch tagesaktuell ergänzt wird, für Speisen sorgen. Ein großer Dank ging an die Ansprechpartner bei der Stadt, an Polizei, Feuerwehr und Rettungs- und Sicherheitsdienst. „Wir wollen, dass sich alle auf dem Fest sicher fühlen und auch sicher nach Hause kommen.“ Ein großes Plus sind in den Augen aller die verlängerten Öffnungszeiten, die es Gästen des Festspiels und vor allem der Spielschar ermöglichen, nach der Aufführung noch eine Maß Bier und eine Brotzeit bekommen zu können. Das Ziel ist für Bauer klar: „Die Festspiele und das Volksfest sollen wieder zusammenwachsen.“