Lange Nacht Furth im Wald: Neue Schmankerl, viel Programm und endlich wieder Festwiese

Von Alexander Frimberger · 8. Juli 2026 um 11:00

Am kommenden Samstag, 11. Juli, lädt der Spielmannszug Grenzfähnlein wieder zur Langen Nacht ein. Los geht es um 16 Uhr. Nachdem die Traditionsveranstaltung in den vergangenen Jahren ein wenig hin- und hergeschubst wurde, kann sie diesmal wieder auf der Festwiese stattfinden.

„Die kulinarische Reise ins Mittelalter“, wie der Untertitel der Langen Nacht lautet, begann im Jahr 1992, erzählt Tobias Späth, Vorsitzender des Vereins. Ehrenvorsitzender Max Schächtl hatte die Idee. Sie war beim 35. Geburtstag des Vereins ins Leben gerufen worden und dauerte zunächst zwei Tage. „Von Anfang an ging es darum, Einnahmen für den Spielmannszug zu generieren“, so Späth.

Corona hat auch die Lange Nacht ausgebremst

Schließlich habe man sonst kein Vereinsfest, um teure Instrumente, die hervorragende Jugendarbeit und Kostüme zu finanzieren.

Die erste Lange Nacht, die sich über die Jahre auf den zweiten Samstag im Juli etabliert hat und als Auftakt für die Drachenstichsaison gesehen wird, fand hinter der Schützenhalle statt. Dort, wo im Gartenschaujahr 2025 der Landkreispavillon platziert war. Je nach Wetter war man in die Festhalle umgezogen. „Rein, raus, rein, raus, 1997 hat man sich entschlossen generell in der Halle und gegebenenfalls auch davor zu feiern.“

Während Corona wurde das beliebte Essen ausgeliefert

Die erste richtige Pause erzwang Corona. Doch der Spielmannszug blieb erfinderisch und organisierte die „Lange Nacht dahoam“. Die Leute konnten telefonisch bestellen und bekamen das Essen nach Hause geliefert. Essen ist überhaupt ein großes Thema. Die Drachenfleischsemmel ist unter Fans legendär, der Grenzfähnleinburger ebenso.

Musik, Tanz und mehr: Der Spielmannszug sorgt bei der Langen Nacht stets für gute Unterhaltung. - Foto: Alexander Frimberger /Archiv

Der Ritterschmaus feiert heuer Premiere. „Das ist Pulled Pork mit Krautsalat und Meerrettich. Wir haben es schon probiert, schmeckt sensationell gut“, verspricht der Vorsitzende. Ausgedacht hat man sich den Ritterschmaus in der Familie von Wolfgang Schächtl, der Vorsitzender des Grenzfähnlein-Fördervereins ist.

Weitere Spezialitäten sind der Bauerntopf, Schupfnudeln und Schmalzbrote. Nachgespült wird mit dunklem Cavebier aus der Brauerei Mayer. Natürlich gibt es auch alkoholfreie Getränke sowie Wein, Kaffee und Kuchen. Die Preise, verspricht Späth, seien moderat und familienfreundlich. So kostet ein Bier 3,50 Euro.

Die letzte Lange Nacht, bevor die Festhalle abgerissen wurde, war 2023, ein Jahr später stellte Matthias Strauß, damals noch Chef bei Dimpfl-Bräu, sein Brauereigelände zur Verfügung und 2025 war das Fest ausgefallen, es gab ein Wochenende lang einen Essensstand an einem Getränkemarkt.

Jetzt also wieder zurück auf die Festwiese. Der Aufbau ist in vollem Gang, es gibt überdachte Plätze und solche im Freien auf dem Gelände und in der Park-Arena. In diesem Zusammenhang bedankt sich der Verein bei den Verantwortlichen des Cave Gladiums sowie bei der Stadt Furth im Wald für die Unterstützung. Maßgeblich an der Organisation, an Aufbau- und Durchführung beteiligt sind neben Späth Gerhard Kastner, Nicolas Traurig, Stefan Riederer, Wolfgang Schächtl, Josef Schwägerl, Ralph Multerer und Stephanie Schächtl.

Bunt und vielfältig

Musik: Musik kommt von der Gruppe Holba, der historischen Flötengruppe und dem Jugendzug des Vereins.

Für die Kinder: Von 16 bis 20 Uhr werden Kids mit Spielen und Schminken bespaßt. Der Gaukler Sepp Schabernack tritt um 18.15 Uhr und 20 Uhr auf.

Viel Programm: Um 18 Uhr starten die Businenbläser, es folgen , die Turnergruppe Sparifankerl (19 Uhr und 20.30 Uhr), die Bauchtanzgruppe Yalla (19.30 und 21 Uhr), der Fackeltanz um 21.30 Uhr, die Feuer-/Lichtershow (22 Uhr) sowie noch einmal die Businenbläser um 22.15 Uhr. Laut Späth kann es noch zu kleineren Programmverschiebungen kommen.