Wickie spielt sich in die Herzen der Waldbühnen-Zuschauer in Furth im Wald

Von Julia Stoiber · 6. Juli 2026 um 14:56

Mein Freund Wickie ist ein zeitloser Klassiker. Egal ob jung oder alt – Wickie erobert mit seiner Natürlichkeit, seinem Grips und seiner herzlichen Art die Herzen aller Zuschauer. Dies tat er auch am Samstagabend auf der Waldbühne von Furth im Wald, als sich diese in das Wikingerdorf Flake verwandelte.

Denn dieses Jahr wird neben dem „Dschungelbuch“ „Mein Freund Wickie“ auf Furths Freilichtbühne aufgeführt. Am Samstagabend feierten die Darsteller gemeinsam mit dem Publikum die Premiere.

Erste große Rollen für die beiden Hauptdarstellerinnen

Wickie (Anna Bach, r.) und Ylvi (Eva Christl) - Foto: Julia Stoiber

Waldbühnenchef Max Schmatz zeigte sich stolz auf sein Ensemble. Dieses hat mit Regisseur Martin Schneider mehr als 20 Mal geprobt, um die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und gute Schauspielleistungen abrufen zu können. Die beiden Hauptdarsteller – Wickie, gespielt von Anna Bach, und Ylvi, gespielt von Eva Christl – durften zum ersten Mal in eine solch große Rolle schlüpfen und meisterten dies souverän.

Wickie, der Sohn von Ylva und Halvar, ist kein typischer Wikinger. Er hat furchtbare Angst vor Wölfen und besiegt diese nicht mit einem Speer, so wie es ein „richtiger“ Wickinger tut, sondern mit Grips. Denn Wickie ist ein intelligenter Junge mit Köpfchen, Verstand und er hat die besten Ideen, wenn die Wikinger wieder einmal in Not geraten sind.

Die Wikinger machen einen Spaß mit Wickie. - Foto: Julia Stoiber

Die Wikinger gehen wieder auf große Fahrt. Weil sie Wickie aufgrund seiner „Feigheit“ nicht mitnehmen wollen, schleicht er sich – genauso wie Ylvie – auf das Schiff. Dieses Mal greifen die Wikinger nicht England an, sondern suchen hinter den Inseln der Amazonen in der Meerenge von Bildagur den verschollenen Wikingerschatz. Dort werden sie von den Amazonen gefangen genommen.

Ein Glück, dass Wickie sich auf das Schiff geschlichen hat, um den jetzt hilflosen Wikingern mit seinem Köpfchen und Verstand in dieser so aussichtslosen Situation beizustehen. Drei Aufgaben gilt es zu meistern, damit die Wikinger wieder in die Freiheit entlassen werden.

Rund 15 Darsteller insgesamt auf der Waldbühne

Nicht nur Muskeln braucht man, sondern auch Grips. - Foto: Julia Stoiber

Wer neugierig geworden ist und wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht, ob die Wikinger ihre Freiheit zurückerlangen und ob der verschollene Schatz tatsächlich gefunden wird, ist eingeladen, die Aufführung auf der Waldbühne zu besuchen und das Abenteuer hautnah mitzuerleben (19.7., 26.7., 3.8., 5.8., 11.8.).

Mit lang anhaltendem Beifall quittierten die Zuschauer am Ende die Leistung der Laiendarsteller. Ca. 15 Darsteller waren auf der Bühne. Neben den alten Hasen mischten sich unter die Darsteller auch einige neue Schauspieler. Alle wurden mit einem Blumenstrauß belohnt. Ebenfalls bedankte sich Schmatz bei der Schminke rund um Uli David und ihr Team. Florian Dobmeier sorgte für die Musik. Während sich Max Schmatz um Ton und Technik kümmerte, war Thomas Schmatz für das Licht verantwortlich.

Das sind die Schauspieler

• Wickie: Anna Bach

• Ylvi, Wickies Freundin: Eva Christl

• Halvar, Wickies Vater: Philipp Voß

• Ylva, Wickies Mutter: Micha Breu

• Urobe: Sepp Brandl

• Snorre: Simon Münch

• Tjurre: Paula Plötz in Doppelbesetzung mit Vincent Bernhardt

• Aella: Magdalena Breu

• Antiope: Valerie Klier

• Serina: Lea Kolbeck

• Xanthe: Luisa Kolbeck

• Melina und Le Ren: Steffi Schneider und Adelina Bernhardt