Drei Drogentote in Cham: Am Montag beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Dealer

Von Martin Hennings · 5. Juli 2026 um 13:07

Drei tote Heroinkonsumenten innerhalb von zwei Tagen: Im April 2025 sorgte das in Cham, in der Region und nicht zuletzt sind in der Drogensezene für Unruhe. Nun wird dem mutmaßlichen Dealer der drei jungen Leute der Prozess gemacht.

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Ab Montag muss sich ein 1983 geborener Deutscher wegen Drogenhandels und fahrlässiger Tötung vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Er soll dem Trio unverschnittenes (also hochwirksames) Heroin verkauft haben. Alle drei – ein 33-Jähriger, ein 24-Jähriger und eine 20 Jahre alte Frau – starben an einer Überdosis. Ersterer wurde bei einer Tankstelle, die anderen beiden in einer Chamer Wohnung gefunden. Nach einigen Wochen nahmen Spezialkräfte der Polizei den damals 42-jährigen Mann fest, der seitdem in Haft sitzt und jetzt vor Gericht steht .

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Opfer keine regelmäßigen Drogenkäufer gewesen sind und sich der tödlichen Risiken von ungestrecktem Heroin mit einem Wirkstoffgehalt von 44 Prozent Heroinhydrochlorid nicht bewusst gewesen sein. Außerdem soll der Angeklagte mehrere Monate lang mindestens einmal pro Woche Heroin an eine Frau verkauft zu haben. Dabei handelte es sich laut Staatsanwaltschaft um Heroin von durchschnittlicher Qualität mit einem Wirkstoffgehalt von zehn Prozent.

Gericht setzt sieben Verhandlungstage an

Nach dem Auftakt am Montag um 9 Uhr sind sechs weitere Verhandlungstermine angesetzt. Für den Angeklagten gilt – wie immer bei Strafverfahren – die Unschuldsvermutung bis zu einer Verurteilung. mh