100 Jahre Greiner: Roding feiert ein Jahrhundert Brautradition auf dem Volksfest

2025 feierten die Rodinger ein Festjubiläum. Das traditionelle Volksfest an der Regenreibm fand zum 70. Mal statt, und es wurde keine Volksfestkönigin gekürt, sondern der langjährige Festwirt Josef Brantl zum Volksfestkönig Jupp I. ausgerufen. Heuer hat Stefan Fichtl, aus der Greiner-Dynastie stammend, Grund zum Feiern. Zum einen ist er das zweite Jahr Festwirt und kann auf 100 Jahre Greiner zurückblicken.
Vor 142 Jahren erwarb Engelbert Greiner einen Anteil samt Braurecht am Weißen Brauhaus an der Regenbrücke. 1926 kaufte sein Sohn August Greiner endgültig das Braurecht den Missionsdominikanerinnen von Strahlfeld ab.
Dank an alle Helfer und Festwirt Stefan Fichtl
Am Mittwochabend wurden im Festzelt die 100 Jahre Greiner bei einem kleinen Festakt gebührend gefeiert, und die Band Ottis ließ das Stimmungsbarometer steigen. Ein Dankeschön richtete Bürgermeisterin Alexandra Riedl an die Helferschar, die zum Gelingen des Volksfestes beiträgt, insbesondere an Festwirt Stefan Fichtl mit Familie. Ein Willkommensgruß galt auch den Vertretern der Schlossbrauerei Naabeck, „die unser Greiner Bier einbrauen“, verkündete Riedl stolz.
Wir suchen tagtäglich das Trachtenpaar des Tages am Rodinger Volksfest. Für den sechsten Tag stehen zum Beispiel Alex Zimmerer und Hellen Rodriguez.
Geschäftsführerin Eva Rasel mit Partner Sebastian Benninger wurde begleitet von Vertriebsleiter Stephan Mändl, kaufmännischem Leiter Michal Weiler und Braumeister Eric Kulzer. Riedl und Volksfestkönigin Julia freuten sich über ein volles Zelt (Regen hatte etwas mitgeholfen) und wünschten auch den geladenen Gästen einen unterhaltsamen Abend.
Bei ihrer Festrede ging Eva Rasel auf die bewegte Geschichte des Familienunternehmens Greiner ein und gab einen Ausblick auf die Zukunft des Greiner-Bieres. „Auf 100 Jahre Greiner blicken wir mit Stolz, Dankbarkeit und Ehrfurcht zurück.“

Die Ursprünge der Brauerei reichen bis zum 1. Juli 1926 zurück. Gründer August ,Gustl‘ Greiner, ein Visionär, der mutige Entscheidungen traf und sein eigenes Sudhaus baute, verwirklichte damals den Traum von einer eigenen Brauerei und legte damit den Grundstein für ein Unternehmen, das bis heute fest in der Region verwurzelt ist.
Trotz Rückschlägen – darunter ein Großbrand sowie die schwierigen Jahre des Zweiten Weltkriegs – entwickelte sich die Brauerei kontinuierlich weiter und wurde über Generationen hinweg erfolgreich geführt. Mit handwerklichem Können, festen Zutaten und bestem Wasser braute er sein eigenes Bier. Nach Gustl Greiner übernahmen Therese Greiner und Erich Zierer die Verantwortung, später folgte Friederike Fichtl. Ihr Sohn Stefan Fichtl führte die Brauerei als Geschäftsführer weiter.
Seit 2025 darf ich als Juniorchefin, sozusagen als die nächste Generation, an der Zukunft des Greiner Bieres aktiv mitwirken.Eva Rasel, Juniorchefin der Schlossbrauerei Naabeck
Seit 2002 steht Wolfgang Rasel, Geschäftsführer der Schlossbrauerei Naabeck, an der Spitze der Brauerei. „Seit 2025 darf ich als Juniorchefin, sozusagen als die nächste Generation, an der Zukunft des Greiner Bieres aktiv mitwirken“, erklärte Eva Rasel.

„Im Mittelpunkt des Jubiläums standen und stehen jedoch nicht nur die vergangenen 100 Jahre, sondern vor allem die Menschen, die diese Geschichte geprägt haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, langjährige Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner sowie die Stadt Roding mit dem Stadtrat – ihnen danken wir für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt außerdem der Festwirtsfamilie Fichtl, die das Volksfest seit vielen Jahren mit großem Engagement begleitet sowie mit Leben und Atmosphäre füllt“, so die Rednerin.
Jubiläum als Verpflichtung für die Zukunft
Das 100. Jubiläum verstehe die Brauerei Greiner nicht nur als Rückblick auf eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte, sondern auch als Verpflichtung für die Zukunft. Mit handwerklicher Braukunst, regionaler Verbundenheit und familiären Werten solle die Erfolgsgeschichte auch in den kommenden Jahren fortgeschrieben werden, äußerte Rasel ihre Zukunftsgedanken.
Weitere Informationen: Start in die fünfte Jahreszeit: Das 71. Rodinger Volksfest beginnt
Zur Überraschung und Freude der zahlreichen Besucher kostete am Festaktabend die Maß nur 7,80 Euro, einen „Zwickel“ weniger.