Bürgermeisterin erntet bei Rodinger Volksfest mit außergewöhnlicher Aktion Applaus

Trotz Abkühlung um ein paar Grad war es den Volksfestfans am Montag, dem Tag der Tracht und Vereine, wohl doch noch zu heiß. Vereinzelte Abordnungen, so die Stadtfeuerwehr Roding und der Heimatgeschichtsverein, hatten sich einen Platz mit Durchzug im Festzelt ausgewählt.
Eine stattliche Truppe des SV Neubäu war die knapp zehn Kilometer lange Strecke mit ihren Bikes „angereist“ und ließ neben einer kühlen Maß Käse und Brezen schmecken. Den Gästen im gut besetzten Biergarten riefen die Oberpfälzer Spitzbuam zu: „Kommt doch ins Festzelt, hier spielt die Musik und wird Stimmung gemacht.“ Die „Gaudimacher aus dem Regental“ ließen sich nicht beirren und spielten zünftig auf.
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Ein etwas ungewohntes Bild bot sich den Besuchern im Festzelt, als sich die Blicke Richtung Stadtbox, in der die Feldgeschworenen Platz genommen hatten, richteten.

Beim traditionellen Treffen der Feldgeschorenen im Rathaus hatte Obmann Raimund Nicklas bei der Rathaus-Chefin angefragt, ob es für die Feldgeschworenen nicht wieder Biermarkerln mit Bedienung geben könnte, so wie früher. Bürgermeisterin Alexandra Riedl klärte mit einem Lächeln auf, dass es aus organisatorischen Gründen nur noch Markerln ohne Bedienung gebe, da sonst zu viele verschiedene Gutscheine gedruckt werden müssten.
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Aber ganz so wollte sie das auch nicht stehen lassen und versprach, „ich werde mir etwas einfallen lassen und mit den Bedienungen einen Deal machen.“ Gesagt – getan. Riedl sprach sich mit der zuständigen Bedienung ab und stand plötzlich an der Schänke.

Nach fachmännischen Anweisungen, wie die Krüge zu fassen sind, hievte sie zehn Massen mit einem Gesamtgewicht von knapp 25 Kilogramm an die Brust und marschierte unter Applaus der Feldgeschworenen zu deren Tische. Diese Kraftanstrengung der Schirmherrin ersparte den Feldgeschworenen einen Euro Trinkgeld und wird noch lange in Erinnerung bleiben.