Viel Liebe und noch mehr Lacher: Burgspiele Parsberg feiern gelungene Premiere

Von Vera Gabler · 28. Juni 2026 um 17:00

Nicht nur die Laienschauspieler sorgten am Freitagabend für einen perfekten Auftakt der Burgspiele Parsberg. Die französische Komödie „Dinner für Spinner“ kam bei den Besuchern bestens an. Wer sie sehen will, hat dazu noch mehrere Möglichkeiten.

Ein mehr als lauer Sommerabend, bei dem man viele Bekannte trifft, dazu erfrischende Cocktails und – das Beste: die Premiere der diesjährigen Burgspiele. Die erste Aufführung am Freitag war nicht nur wegen der Rahmenbedingungen ein voller Erfolg, sondern vor allem auch wegen der ausgezeichneten Leistungen der sieben Laienschauspieler. Premiere im Burggarten feierte zudem Florian Wein, der als Regisseur erstmals die Burgspielfamilie übernommen hat.

Am Ende gab es viel Applaus. - Foto: Vera Gabler
Souffleuse Bettina Pretzl vor der Burg Parsberg - Foto: Vera Gabler
Die Komödie sorgte für Unterhaltung. - Foto: Vera Gabler
Die Laienschauspieler überzeugten bei den Parsberger Burgspielen. - Foto: Vera Gabler
Die Zuschauer wurden in Parsberg bestens unterhalten. - Foto: Vera Gabler
Das Stück „Dinner für Spinner“ sorgte für zahlreiche lustige Szenen. - Foto: Vera Gabler
Dieses Telefon – in Form eines Kussmundes – spielt bei den Burgspielen Parsberg 2026 eine große Rolle. - Foto: Vera Gabler
Das Stück „Dinner für Spinner“ sorgte für zahlreiche lustige Szenen. - Foto: Vera Gabler
Parsbergs Bürgermeister bei der Eröffnung der Burgspiele Parsberg - Foto: Vera Gabler

In diesem Jahr wird die französische Komödie von Francis Veber „Dinner für Spinner“ im Burggarten unter Einbeziehung des Burgcafés aufgeführt. So betonte auch Bürgermeister Josef Bauer bei der Begrüßung: „Die Parsberger Burgspiele sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil unseres kulturellen Lebens“.

Dass bei der Premiere allen voran auch Vertreter der Politik, unter anderem Landrat Martin Meier, sowie der Schulen und öffentlichen Einrichtungen anwesend waren, gehört genauso zur Tradition. Unter den Zuschauern war auch Anatol Preissler vom Litag Theaterverlag in München, der nicht nur das Textbuch zur Verfügung stellte, sondern auch bei den Tantiemen entgegenkam, wie Bauer ergänzte.

„Dinner für Spinner“: Komödie bringt Parsberger zum Lachen

Zum Abschluss der Premiere der Burgspiele gab es neben Blumen und Geschenken ein Gruppenfoto mit Parsbergs Bürgermeister Josef Bauer (v.l.), Anatol Preissler vom Litag Verlag in München, Regisseur Florian Wein und Souffleuse Bettina Pretzl. - Foto: Vera Gabler

Um einen Verleger geht es auch in der Komödie, die seit Jahrzehnten Menschen auf der ganzen Welt zum Lachen bringt. Und das ist auch in Parsberg gelungen. Mit scharfem Witz, pointierten Dialogen und viel Situationskomik wurde den Zuschauern auf humorvolle Weise der Spiegel vorgehalten, um zu zeigen, dass oft diejenigen die wahren Gewinner sind, die zunächst unterschätzt werden.

Dass aus dem geplanten „Dinner für Spinner“ doch eher eine Beziehungskomödie wird und sich am Schluss Verleger Pierre Brochant selbst die Frage stellt, ob nun er oder sein Gast Francois Pignon der Idiot ist.

Das Stück beginnt mit einem vom Hexenschuss geplagten Pierre, gespielt von Matthias Stenkala, seiner Ehefrau Christine (Uta Schäfer) und der Diskussion über das am Abend anstehende „Idiotendinner“, wie es Christine bezeichnete. „Dieses Dinner macht mir Spaß“, so Pierre. Umso schmerzlicher ist es, dass er in seinem Gast, dem Finanzbeamten Francois Pignon, gespielt von Tanja Gorges in der Männerrolle, den Joker des Abend sieht.

Kein Verständnis kommt da von der Ehefrau. Und auch der dazukommende Rheumatologe Professor Archambaud, gespielt von Holger Ramburger, verschreibt nur strenge Bettruhe. Diese kann natürlich nicht eingehalten werden, denn Francois taucht auf. Fortan nehmen nicht nur die Lacher zu, sondern es beginnen die Irrungen und Wirrungen.

Dabei spielt auch ein rotes Telefon eine Hauptrolle. Die Stimmung von Pierre schwankt zwischen Verzweiflung und der sicheren Erkenntnis, dass es sich bei Francois um ein außergewöhnliches Exemplar handelt.

Francois entpuppt sich als Retter in der Not

Der Schriftsteller Juste LeBlanc, gespielt von Johannes Eibner, wird um Hilfe gebeten, kann sich aber vor Lachen über den Idioten kaum halten. Und dennoch entpuppt sich Francois als Retter in der Not. Wieder meint er es nur gut und holt die Finanzkontrolleurin Lucie Cheval, gespielt von Daniela Stanilewicz, in das Luxusapartments des Verlegers Pierre.

Ob das gut für das Karma war, darum kümmert sich Larissa Schottenloher, als Marlene Sasseur, die Freundin von Pierre. Die Nerven von Pierre liegen blank. Letztlich stellt sich nicht nur er, sondern auch das Publikum die Frage: „Wer ist hier eigentlich der wahre Spinner?“

Weitere Aufführungen von „Dinner für Spinner“

Nicht nur weitere laue Sommernächte, sondern auch die Komödie laden dazu ein, den Kultursommer in Parsberg mitzuerleben. Tickets für weitere Aufführungen am 3., 4., 10., 11., 17., 18., 23. und 24. Juli jeweils ab 20.30 Uhr gibt es im Vorverkauf online unter www.burgspiele-parsberg.de und an der Abendkasse.

Ab 18 Uhr, in der Pause sowie danach ist für das leibliche Wohl gesorgt.