Waldbrände bei Nabburg und Pfreimd gelöscht – Polizeihubschrauber half aus der Luft

Nach den beiden Waldbränden am Freitagabend bei Wackersdorf und in Schwandorf war die Feuerwehr auch am Samstag enorm gefordert. Dieses Mal brannten zwei Waldstücke im nördlichen Landkreis Schwandorf. An einer Brandstelle erhielten die Kräfte der Feuerwehr beim Löschen auch Unterstützung aus der Luft. Einer der neuen Polizeihubschrauber des Freistaats Bayern warf bei Pfreimd auf spektakuläre Art und Weise Löschwasser ab.
Gegen 14.30 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Oberpfalz-Nord ein Großaufgebot. Im Pfreimder Stadtgebiet waren zwischen den Ortschaften Oberpfreimd und Stein laut Feuerwehr etwa 8000 Quadratmeter Wald in Brand geraten. Die Einsatzstelle befand sich neben der Staatsstraße 2157.
Als wäre die drückende Hitze und die starke Sonneneinstrahlung nicht schon genug gewesen, musste sich der Brandort auch noch in einer steilen, felsigen Hanglage befinden. Teilweise hätten die circa 200 Einsatzkräfte nicht mehr in das unwegsame Gelände vorrücken können. Kreisbrandrat Christian Demleitner, der als Einsatzleiter fungierte, entschied sich daher schnell für den Einsatz eines Löschhubschraubers.
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Gezielte Löschwasserabwürfe aus der Luft
Eine der neuen Maschinen der Bayerischen Polizei flog daraufhin von Roth nach Pfreimd und war eine wertvolle Hilfe bei den Nachlöscharbeiten. „In dem Bereich, wo es für die Einsatzkräfte schwierig war, konnten wir gezielt Löschwasserabwürfe aus der Luft vornehmen“, erklärte der Kreisbrandrat im MZ-Gespräch.
Demleitner appellierte an die Bevölkerung, sich derzeit sorgsam in der Natur aufzuhalten. Mit Blick auf heiße Katalysatoren und Motoren sollte ein Befahren entsprechender Flächen unbedingt vermieden werden.
Wie die Polizeiinspektion Nabburg am Sonntagvormittag mitteilte, waren die Freiwilligen Feuerwehren Pfreimd, Stein, Weihern, Hohentreswitz, Saltendorf, Nabburg, sowie das THW Nabburg mit der Polizei im Einsatz.




Dass die Lage aufgrund der Hitzewelle brandgefährlich ist, zeigte sich noch am Samstagnachmittag. Kurz nach 17 Uhr musste die Feuerwehr im nördlichen Landkreis abermals zu einem Waldbrand ausrücken. Dieses Mal befand sich die Einsatzstelle zwischen Nabburg und Stulln, etwa auf Höhe des Brünnls. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen, unzählige Autofahrer auf der A93 dürften sie gesehen haben.
Die Freiwillige Feuerwehr Stulln, sowie die umliegenden Feuerwehren Nabburg, Wölsendorf, Schmidgaden, Brudersdorf, Schwarzenfeld und Schwandorf mit Drohne, dem THW Nabburg eilten laut Polizeibericht zur Einsatzstelle.
Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling appelliert an die Bevölkerung
Ähnlich wie beim Brand nahe Pfreimd konnte auch hier die Feuerwehr eine größere Ausbreitung verhindern und die Flammen löschen. Doch die Nachlöscharbeiten sollten sich auch hier stundenlang hinziehen. Wie die Polizeiinspektion Nabburg mitteilt, brannten schätzungsweise Insgesamt 7000 Quadratmeter Waldfläche, was beim Eigentümer des Waldstücks einen Schaden von schätzungsweise 15.000 Euro verursachte. Die Brandursache ist bis dato unbekannt und wird von der Polizei ermittelt.
Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling (CSU) sprach mit Blick auf die Häufung von Waldbränden „von einer besonderen Herausforderung“. Man könne gleichzeitig froh sein, „dass unsere Einsatzkräfte ausgezeichnete Arbeit leisten und die Lage jeweils schnell in den Griff bekommen haben“. Ebeling appellierte an die Bevölkerung, derzeit eine besondere Vorsicht walten zu lassen.