Erst beim Murnersee, dann beim Trimm-dich-Pfad in Schwandorf: Zwei Waldbrände gelöscht

Von Martin Kellermeier · 27. Juni 2026 um 00:32

Die Hitzewelle trifft den Landkreis Schwandorf mit voller Wucht. Nicht nur Menschen mit Kreislaufproblemen sorgten in der Region für Einsätze. Am Freitagabend war eine enorme Kraftanstrengung der Feuerwehr gefragt. In der Nähe des Murnersees und beim Trimm-dich-Pfad in Schwandorf loderten in Waldstücken die Flammen. Insgesamt waren etwa 6000 Quadratmeter betroffen.

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Gegen 19.45 Uhr hatte die Integrierte Leitstelle Oberpfalz-Nord, die derzeit eine neue Zentrale in Wernberg-Köblitz baut, Großalarm ausgelöst. Aus einem Waldstück zwischen Wackersdorf und dem Murnersee stieg dichter Rauch auf. Der genaue Einsatzort befand sich in der Nähe des Flugplatzes. Die Rauchsäule war zeitweise bis nach Schwandorf zu sehen, und auch Badegäste am beliebten Ostufer des Murnersees konnten den Qualm gut erkennen.

Mehr als zehn verschiedene Feuerwehren bei Wackersdorf im Einsatz

Durch einen wahren Kraftakt gelang es den etwa 230 Feuerwehrkräften von mehr als zehn verschiedenen Feuerwehren, die Flammen in nicht einmal einer Stunde zu löschen. Wesentlich zeitaufwendiger sollten sich aber die Nachlöscharbeiten herausstellen. Hier war laut Feuerwehrsprecher Hans-Jürgen Schlosser „pure Handarbeit“ gefragt. Der Boden musste mit viel Körpereinsatz bearbeitet und bewässert werden. Nur so konnten die letzten Glutnester beseitigt werden. Bis etwa 23 Uhr waren Einheiten der Feuerwehr damit beschäftigt.

10.000 Liter Löschwasser brachte dieser Wechsellader der Feuerwehr Schwandorf mit. - Foto: Martin Kellermeier
Mehr als zehn verschiedene Feuerwehren waren bei Wackersdorf im Einsatz. - Foto: Martin Kellermeier

Insgesamt waren beim Flugplatz etwa 4000 Quadratmeter Wald betroffen. Wackersdorfs Kommandant Jochen Sander fungierte als Einsatzleiter. Unterstützung erhielt er von Kreisbrandrat Christian Demleitner und weiteren Mitgliedern der Kreisbrandinspektion. Neben dem Großaufgebot der Feuerwehr waren auch der Rettungsdienst und die Polizei vor Ort. Die Johanniter stellten die Verpflegung der Einsatzkräfte sicher. Und auch das THW war im Einsatz, um für eine entsprechende Beleuchtung zu sorgen.

Das war eine Wahnsinnsleistung aller Einsatzkräfte.Thomas Falter, Bürgermeister der Gemeinde Wackersdorf

Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter (CSU) war bereits kurz nach dem Alarm vor Ort und nahm an mehreren Lagebesprechungen teil. „Das war eine Wahnsinnsleistung aller Einsatzkräfte“, dankte der Rathauschef auch im Namen von Landrat Thomas Ebeling (CSU). Nur aufgrund des „schnellen und beherzten Eingreifens“ habe ein Übergreifen des Brandes verhindert werden können. Falter zollte – ähnlich wie Kreisbrandrat Demleitner – mit Blick „auf die extremen Außentemperaturen“ allen Einsatzkräften seinen Respekt.

Brand beim Trimm-dich-Pfad wurde gerade noch rechtzeitig entdeckt

Ein Teil von ihnen war noch am selben Abend erneut gefordert. Denn kurz vor 22 Uhr gab es die nächste Rauchsäule. Diese befand sich nur ein paar Kilometer weiter im Bereich des Trimm-dich-Pfads in Schwandorf. Nach Angaben eines Beamten der Polizeiinspektion Schwandorf waren bei diesem Waldbrand etwa 2000 Quadratmeter Fläche betroffen.

Die Feuerwehren Kronstetten und Schwandorf konnten die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. Auch hier waren aber aufwendige Nachlöscharbeiten notwendig, wie Stadtbrandinspektor Klaus Brunner gegenüber der MZ berichtete. „Zum Glück wurde der Brand noch bemerkt. Wenn sich das Feuer über Nacht weiter ausgebreitet hätte, wären wir vor einer Herausforderung gestanden“, sagte er.