Bodenwöhrer Bürgermeister schöpft Hoffnung: „Es wird wieder mehr gebaut“

Von Edgar Pielmeier · 28. Juni 2026 um 11:00

Der Hauptausschuss der Gemeinde Bodenwöhr tagte kürzlich in dieser Legislaturperiode zum ersten Mal, dennoch war der Ablauf sehr routiniert. Auf der Agenda standen zunächst eine Reihe von Bauanträgen beziehungsweise eine Voranfrage zur Entscheidung, was Bürgermeister Georg Hoffmann zu der Bemerkung veranlasste, „es wird wieder mehr gebaut“.

So ging es um die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Terrasse und Doppelcarport in Warmersdorf, Gemarkung Altenschwand. Die Brauerei Jacob möchte in Bodenwöhr ein Mehrzimmerappartement in Einzelzimmer umwandeln. In Taxöldern, Ortsteil Pingarten soll eine Scheune neu gebaut werden. Der Hintergrund ist, dass bei einem Brand der bestehende Schuppen abgebrannt ist.

Reihe von Vorhaben wurde ohne weiteres genehmigt

In Altenschwand wurde die Errichtung einer Außendusche beantragt und in Bodenwöhr der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage. Der SV Erzhäuser Windmais möchte auf seinem Gelände ein Nebengebäude für Maschinen und Geräte, die zur Platzpflege benötigt werden, bauen. Allen diesen Vorhaben wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

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Komplexer war das Thema, das von Thomas Hecht vom Büro Kehrer Planung GmbH vorgestellt wurde. Es geht um den Ausbau der See- und Stifterstraße. Die Stifterstraße habe eine Ausbaulänge von 280 Metern, die Seestraße von 240 Metern. Die Ausbaubreite solle sechs Meter betragen. In der Entwurfsplanung wurde der Straßenausbau dargestellt. Die Kosten werden mit 874 650 Euro veranschlagt.

Die Stifter- und Seestraße sollen ausgebaut werden. - Foto: Edgar Pielmeier

Ein eigenes Thema war die Ableitung von Regenwasser. Dazu hatte der Planer drei Varianten dargestellt. Beschlossen wurde einstimmig, die Variante I weiter zu verfolgen. Dabei wird der bestehende Ableitungskanal genutzt. Dieser führt teilweise über Privatgrundstücke. Daher müssen gültige Grunddienstbarkeiten vorliegen. An der Einleitungsstelle 113-A1 mündet er in den Hammersee.

Kanalsanierung kostet rund eine Viertelmillion

Der Kanal muss teilweise saniert werden. Das soll mit dem Inliner-Verfahren erfolgen. Dabei muss nicht aufgegraben werden. Im Rahmen der Maßnahme sollen die Grundstücksanschlüsse vorgesehen werden. Die Bevölkerung vor Ort soll über die Planungen informiert werden. Die Kosten werden auf rund 250.000 Euro geschätzt.

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Beim nächsten Thema hatten die Planer gleich fünf Varianten entwickelt, zwischen denen sich der Ausschuss entscheiden musste. Es ging um die Erweiterung des Parkplatzes an der Kinderkrippe. Stefan Schmidbauer vom Büro EBB Ingenieurgesellschaft mbH erläuterte die verschiedenen Konzepte. Die Verwaltung favorisierte ursprünglich einen Ausbau als Naturparkplatz, ohne Flächenversiegelung.

Die Diskussion ergab, dass dies wohl nicht praxistauglich sei. In der Vorbereitung bevorzugten die Fraktionssprecher einen vollwertigen Ausbau. Man wolle den Parkplatz im Rahmen der Planung für das Kinderhaus als Teil der Außenanlagenplanung behandeln, um so Fördermittel beantragen zu können. So lange bleibt es beim jetzigen Zustand.

Die dritte Variante machte das Rennen

Einstimmig beschlossen wurde, die Variante III weiter zu verfolgen, ergänzt um einen Gehweg und eine kombinierte Ein- und Ausfahrt zur Neunburger Straße. Die Parkplätze werden schräg angeordnet. Die Zu- und Abfahrt erfolgt im Einbahnverkehr.

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) hatte einen Antrag zur Verbesserung der Qualität der Spielplätze in Blechhammer eingebracht. Christian Lutter erläuterte, was gemeint ist. Da für die Aufwertung eines Spielplatzes mit modernen Geräten jeweils 60.000 bis 70.000 Euro veranschlagt werden müssten, sei eine gemeindeweite Sanierung der Plätze nur Schritt für Schritt möglich. Manchmal würden aber schon kleine Maßnahmen zu einer Verbesserung sorgen.

Einstimmig beschlossen wurde von den Räten, bei allen Anlagen kleine Verbesserungen durchführen zu lassen. Für die Spielplätze „Im Kugelschlag“ und „Forststraße“ in Blechhammer gibt es größere Lösungen. In den Haushalten 2027 und 2028 sind jeweils 70 000 Euro einzuplanen.