Vorläufiges Insolvenzverfahren gegen neuen Festwirt: So reagiert die Stadt Schwandorf

Damit hatten in Schwandorf wohl die Wenigsten gerechnet. Dass das Amtsgericht Bayreuth nach einem Gläubigerantrag vorläufige Insolvenzverwaltung für die B. Schuhmann Festzeltbetriebe GmbH und damit Schwandorfs neuem Festwirt angeordnet hat, verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Auch die Stadt Schwandorf hat nun darauf reagiert.
Im Schwandorfer Rathaus hat die Nachricht längst die Runde gemacht. „Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bedeutet nicht automatisch, dass ein Unternehmen handlungsunfähig ist“, kommentierte Oberbürgermeister Andreas Feller (BLS). Die Stadt werde nun „in Ruhe das Gespräch mit dem Festwirt suchen“ und sich ein genaueres Bild von der Situation machen. „Zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich keinen Anlass für vorschnelle Schlussfolgerungen“, sagte der OB. Er sei grundsätzlich positiv gestimmt und hoffe, „dass die vertraglichen Verpflichtungen ordnungsgemäß erfüllt werden können“.
Bastian Schuhmann will weiter Festwirt in Schwandorf bleiben
Wie berichtet, hatte Bastian Schuhmann mit seinem Festzeltbetrieb erstmals die Regie im Schwandorfer Bierzelt geführt. Die Firma des Oberfranken war nicht nur mit einem Vertrag für das zurückliegende Fest ausgestattet, auch 2027 ist sie als Festwirt in Schwandorf fest eingeplant. Bastian Schuhmann will dem auch nachkommen, wie er nach Bekanntwerden des vorläufigen Insolvenzverfahrens gegenüber der MZ versicherte.
Einer der Schausteller, der in diesem Jahr mit seinem Geschäft am Schwandorfer Fest vertreten war und lieber anonym bleiben möchte, zeigte sich überrascht von den Entwicklungen. „Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet“, sagte er. Nichts habe auf das vorläufige Insolvenzverfahren hingedeutet. Ihm sei jedoch aufgefallen, dass die Führung der betroffenen Festzeltbetriebe GmbH nicht so recht auf die Kosten geschaut hätte. „Es war sehr viel Personal zu Zeiten anwesend, wo eigentlich nichts los war“, lautete die Beobachtung des Schaustellers.