Da war die Entspannung dahin: Nackter Qigong-Fan sorgt für Polizeieinsatz am Steinberger See

Kurioser Polizeieinsatz am Steinberger See: Am Mittwochvormittag teilte ein Anrufer der Polizei mit, dass ein splitternackter Mann im Bereich der Seepromenade scheinbar an seinem Glied manipuliere und einen Baum anbete. Brisant: Laut Polizei wurde auch eine Schulkasse Zeuge das Vorfalls. Vor Ort konnten zwei Polizeistreifen dann aber schnell Entwarnung geben: Es handelte sich um einen 28-Jährigen aus Sachsen-Anhalt, der lediglich Qigong-Übungen durchführte.
Qigong ist eine traditionelle chinesische Meditations- und Bewegungsform. Sie ist durch fließende, sanfte Bewegungen, tiefe Atemtechniken und mentale Konzentration geprägt. Auch der 28-Jährige wollte seinem Körper und seinem Geist offenbar etwas Gutes tun – hatte dabei aber wohl seine Umwelt vergessen. Auf MZ-Anfrage teilte Schwandorfs Vize-Polizeichef Florian Meier mit, dass der nackte Mann verwundert über den Polizeieinsatz war. Gleichzeitig habe er sich verständnisvoll gezeigt.
Qigong-Sportler erwartet Ordnungswidrigkeitenanzeige
Ganz ungeschoren kommt der Qigong-Fan aber offenbar nicht davon. Laut Polizeihauptkommissar Meier erwartet den 28-Jährigen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach der Seeordnung der Gemeinde Steinberg am See. Ihm wird vorgeworfen, dass er durch die Ausübung seines Sports andere Menschen belästigt habe.
Es war nicht das erste Mal, dass Entspannungsübungen zu einem Einsatz im Oberpfälzer Seenland führten. Im Herbst 2024 war beispielsweise ein Großaufgebot an Rettungskräften an den Murnersee geeilt, auch ein Rettungshubschrauber war gelandet. Ein Passant hatte sich damals um das Wohlbefinden einer Frau Sorgen gemacht, die mit ihrem Stand-Up Board auf dem See unterwegs war. Doch auch hier konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Der Frau am SUP ging es gut. Sie machte während des Sonnenuntergangs lediglich Yoga, wie Einsatzkräfte mitteilten.