Ein Schwertransport macht Arbeit: 500-Tonnen-Projekt hält ganz Neustadt auf Trab

Am diesem Sonntag bewegt sich erneut ein Schwertransport über die Straßen von Neustadt a. d. Donau. Obwohl die Kommune mit der Organisation gar nichts zu tun hat, einen neuen Entschwefelungsreaktor zur Raffinerie zu bringen, laufen doch seit Tagen Vorbereitungen, auch seitens der Stadt, im Ort.
Wer derzeit mit aufmerksamen Augen durch die Innenstadt marschiert, hat sie sicherlich längst ausgemacht: Halteverbotsschilder, die zahlreich etwa entlang der Herzog-Ludwig-Straße stehen und anzeigen, dass dort ab Sonntag um 22 Uhr bis zum 3. Juli das Halten oder gar Parken nicht möglich ist. Denn auch diese Straße liegt auf dem Weg, den der 60 Meter lange und 500 Tonnen schwere Transport auf seinem Weg von Kelheim zur Neustädter Raffinerie nehmen soll.
Die für die Kommune wohl wichtigste Vorarbeit ist getan. Laut Bürgermeister Thomas Memmel habe ein beauftragtes Ingenieurbüro so genannte Beweissicherungen entlang der Strecke, die auf Stadtgebiet liegt, durchgeführt. Einfach gesagt hat man per Bild und Aufzeichnung etwa den Standort von Verkehrsinseln festgehalten und deren genaues Aussehen.
Kurzzeitig verschwinden Verkehrsinseln in Neustadt a. d. Donau
Denn eigentlich habe die Kommune mit dem Transport ja nichts zu tun. Das sei Sache des von der Raffinerie beauftragten Transportunternehmens. Das müsse auch die Straßen so vorbereiten, dass die eingesetzten großen Fahrzeuge diese passieren können. Und wenn etwas abgebaut wird, müsse das, ist besagte Stelle erst einmal bewältigt, wieder hergestellt werden.
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Und damit man genau nachprüfen kann, ob das sachgerecht erfolgt, gebe es eben die Beweissicherung. Aber die Neustädter Bauhofkräfte sind dann doch gefordert - konkrete Vorbereitungsarbeiten betreffend. „Gerade eben haben sie in Bad Gögging die Verkehrsinseln abgeräumt.“ Der Blumenschmuck dort ist in der Tat verschwunden. Die Inseln komplett abzubauen ist nun wiederum Sache der Organisatoren des Transports.

Grundsätzlich gibt es jede Menge Arbeit. Allein entlang der Herzog-Ludwig-Straße sind jede Menge Straßenleuchten, die über der Fahrbahn hängen, für einige Tage zu entfernen. Auch der Flaggenschmuck über der Straße, der anlässlich von Volks- und Stadtfest dort angebracht ist, kann erst einmal nicht bleiben. Fußgängerampeln müssten zum Teil gedreht werden, berichtet der Bürgermeister weiter.
Parken am Bahnhof weiter möglich
Dass in der kommenden Woche im Neustädter Stadtgebiet zahlreiche Parkplätze für Tage nicht angefahren werden können, ist sicherlich für so manchen Autofahrer ein Ärgernis. Da ist es immerhin eine gute Nachricht, dass die Stellplätze beim Bahnhof, anders als man eventuell gedacht hat, zur Verfügung stehen werden. „Man wird den Bahnhofvorplatz anfahren können, allerdings von der anderen Seite“, kündigt der Bürgermeister an. Wenn der Transport wie geplant am 2. Juli beim Bahnhof einen Halt macht, soll er demnach in der Bahnhofstraße geparkt werden. Über die Straße Am Bahnhof sei dieser und die dortigen Parkplätze aber weiterhin erreichbar.

Trotzdem gibt es laut einer Pressemitteilung umfangreiche Halteverbote in Neustadt an der Donau für die Zeit von Sonntag bis Freitag: Sie betreffen in Eining die Abusinastraße, die Ortsdurchfahrt in Sittling, die Römer- und die Neustädter Straße in Bad Gögging, in Neustadt a. d. Donau die Bad Gögginger Straße, die Donaustraße, die Herzog-Ludwig-Straße und die Bahnhofstraße sowie den Rossauweg in Mauern.
Außerdem ist die Bundesstraße 299 bei Neustadt an der Donau unter der Brücke der Bahnhofstraße Richtung Mauern zwischen dem 29. Juni und 5. Juli halbseitig gesperrt. Grundsätzlich ist so eine verkehrstechnische Ausnahmesituation nichts absolut Neues in der Stadt. So berichtet der Bürgermeister, dass es jetzt der dritte Schwertransport ist, der die Kommune durchqueren muss, seitdem er in der Stadt lebt.