Mehr Fünftklässler in Gymnasien und Realschulen im Kreis Kelheim - aber wie lange noch?

Die weiterführenden Schulen im Landkreis steuern auf weiter steigende Schülerzahlen zu. Aber am Horizont könnte schon die gegensätzliche Herausforderung warten.
Angesichts der anstehenden Realschul-Sanierungen und -Erweiterungen nahm der Kreisausschuss die Schülerzahlen an den weiterführenden Schulen in den Blick. Für sie trägt der Landkreis den Sachaufwand.
Die Anmeldungen für das nächste Schuljahr liegen laut Sachgebietsleiterin Monika Rappl überall höher als die tatsächlichen Schülerzahlen in den jetzigen fünften Klassen. So sind fürs Gymnasium Kelheim 147 Kinder gemeldet; heuer gibt es 132 Fünftklässler. Ähnlich in Mainburg (143/139) und Rohr (117/ 78) sowie bei den Staatlichen Realschulen in Abensberg (190/ 175), Mainburg (71/ 48) und Riedenburg (152 151) und der kirchlichen St. Anna-Realschule (86/ 62).
Die Realschule Abensberg überschreitet im Herbst wohl 1000er-Marke bei der Gesamt-Schülerzahl: Sie rechnet mit 1009 Jugendlichen (aktuell: 955). In etwa zehn Jahren soll das Maximum erreicht sein: gut 1100 Jugendliche. Aber dann?
Dann könnten Leerstände drohen, warnte Dr. Benedikt Grünewald im Kreisausschuss. Bürgermeister wie er stünden bereits mit leeren Kita-Räumen da; in Bad Abbach etwa seien 30 bis 40 der rund 450 Kita-Plätze nicht belegt. Der CSU-Kreisrat forderte, diesen Trend in Schulplanungen mit einzubeziehen und zum Beispiel Co-Nutzungen mitzudenken.
Die Abensberger Erweiterung sei eh schon „zurückhaltend“ geplant, erwiderte Landrat Christian Nerb. Generell bleibe Kelheim laut Prognosen eine Zuzugsregion, deshalb habe er „keine Sorge vor Leerständen“, so Nerb.