Ertrunkener Mann aus Guggenberger See geborgen – Diese Faktoren erschwerten die Suche

Am Sonntag und Montag waren stundenlange Sucheinsätze nach einem 29-jährigen Bulgaren, der am Sonntagnachmittag in den Guggenberger See gefallen und nicht wieder aufgetaucht war, noch ergebnislos verlaufen. Am Dienstag vermeldete die Polizei dann den Fund. „In den Vormittagsstunden konnte schließlich ein männlicher Leichnam im Guggenberger See aufgefunden und geborgen werden“, sagt Polizeihauptkommissar Florian Stöckl.
Auf MZ-Nachfrage bestätigt der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Neutraubling, dass es sich bei dem gefundenen Leichnam „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um den 29-jährigen Vermissten handelt“.
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Nachdem am Sonntag Boote, Echolot und Taucher zum Einsatz gekommen waren und am Montag eine Drohne aus der Luft unterstützte, wurde die Suche am Deinstagmorgen mit Tauchern, technischem Gerät und Leichenspürhunden auf Booten fortgesetzt. „Ein Zusammenspiel der verschiedenen Maßnahmen hat letztlich zum Erfolg geführt“, vermeldet Stöckl. Dass es sich nicht mehr um eine Rettung, sondern nur noch um eine Bergung handeln könne, hatte er bereits am Montag angekündigt.
Diese Faktoren erschwerten die Suche
Für die Suche nach dem Leichnam war der Bereich von der Cantina Bar bis zur Wasserwacht-Station ab den frühen Morgenstunden für den Badebetrieb gesperrt worden. Diese Absperrmaßnahme wurde in den Mittagsstunden wieder aufgehoben. DLRG-Sprecher David Simmel erläutert, dass die Suche nach einem Ertrunkenen im Guggenberger See trotz der geringen Tiefe von maximal sieben Metern aufgrund der knapp 54 Hektar Wasserfläche schwierig sei.
Augenzeugen könnten die Einsinkstelle meist nur grob schätzen, die Endlage weiche durch Grundneigung und leichte Verdriftung oft von der vermuteten Stelle ab. Durch feinen Schlamm, Algen und aufgewirbelte Sedimente herrsche unter Wasser „nahezu keine Sicht, sodass Taucher den Grund regelrecht abtasten müssen“, sagt Simmel. „Zusammen mit den harten Tauchbedingungen und den Grenzen der Sonartechnik auf weichem, bewachsenem Grund ziehen sich solche Suchaktionen.“
Drei mal Lebensgefahr an einem Sonntag
Den Schwarzen Sonntag, an dem nicht nur der Bulgare ertrank, sondern zwei weitere Männer am Guggenberger See aus Lebensgefahr gerettet werden mussten, hat auch ein Mitglied des Neutraublinger Segelclubs miterlebt. Er sagt, dass Zeugen, die einen arabisch aussehenden Mann untergehen sahen, 400 Meter bis zum Gelände des Segelvereins Ratisbona liefen und ihn, seine Frau und einen zufällig anwesenden Arzt zur Hilfe holten. Zwei Freunde hätten den Untergegangenen aus dem Wasser gezogen, viele andere Passanten aber nur zugesehen. Simmel berichtet hingegen, dass der Notarzt und die Sanitäter der DLRG als Erstversorger des untergegangenen, bewusstlosen Syrers auftraten.