Erste Bewährungsprobe: Trotzen die Nebelsprüher am Neupfarrplatz in Regensburg dem Azorenhoch

Von Heike Haala · 15. Juni 2026 um 16:05

Nach regnerischen, windigen und auch frischen Tagen bahnt sich ein Keil des Azorenhochs seinen Weg nach Regensburg. Weil die Temperaturen dadurch über 30 Grad steigen sollen, könnte nun auch die neue nebelsprühende Freiluft-Ganzkörperdusche erstmals zum Einsatz kommen. Wird sich die Stelle auf dem Neupfarrplatz dann merklich kühler anfühlen als der Rest des an Schatten so armen Platzes?

Vor kurzem hat die Stadt eine Art Ganzkörperdusche für draußen zwischen dem Karavan-Denkmal und der Neupfarrkirche aufgebaut. Aus mehreren Düsen dringen feine Nebeltröpfchen, die ihre Umgebung abkühlen sollen. Angeschaltet werden soll dieses Gerät ab einer Temperatur von 30 Grad. Dieser Wert soll am Donnerstag erstmals seit der Installation dieser Sprühnebelanlage überschritten werden. Dann wird sich wohl zeigen, was sie bringt. Die Stadt hat die Anlage aus zwei Stahlrohren mit Nebeldüsen gekauft. 23 900 Euro hat diese Maßnahme gekostet. Für dieses Geld wird die Anlage auch zweimal pro Woche beprobt, desinfiziert, gereinigt und gewartet sowie evaluiert. Der Effekt der Anlage soll gemessen werden, um derlei Konstruktionen in Zukunft womöglich auch an anderen Orten zum Einsatz zu bringen.

Im Juli sollen auf dem Neupfarrplatz zudem bepflanzte Sonnenschirme aufgestellt werden. Zunächst sollten im September oder im Oktober drei Konstruktionen mit dem Namen „Urban Canopees“ auf dem Neupfarrplatz aufgebaut werden. Im November hieß es dann vonseiten der Stadt, bei den bepflanzbaren Sonnenschirmen komme es zu Lieferverzögerungen, deswegen solle die Montage im Frühjahr stattfinden. Warum auch jetzt, wo der Sommer bald Fahrt aufnimmt, immer noch nichts von den rankenumwundenen Fieberglasgebilden auf dem Neupfarrplatz zu sehen ist, erklärte der ehemalige Umweltbürgermeister Ludwig Artinger (FW) während der letzten Sitzung des Umweltausschusses in der alten Stadtratsperiode. Seiner Auskunft zufolge sei der Auftrag bereits vergeben gewesen. „Justament diese Firma ist insolvent gegangen“, sagte Artinger. Deswegen habe die Stadt nach einer Alternative gesucht. Die Wahl sei auf die Firma Duroplant und das Modell Brissago gefallen.