Kommentar zum Chamer Altstadtpflaster: Klare Kante wäre schön

Immer wieder kommer Radler und Fußgänger wegen der Pflasterung der Chamer Altstadt zu Fall. MZ-Redakteur Johannes Schiedermeier kommentiert das Problem, für das es keine einfache Lösung gibt.
Schildbürgerstreich? Ich geb's ja zu. Ich hab das damals geschrieben, als die Stadt ihren Bürgern Schilder in den Wald gehängt hat, dass es dort Bäume gibt und dass die Äste haben, die runterfallen können. So ähnlich stand das da ja auch. Und ich glaube, ich habe irgendwas von Schildbürgerstreich geschrieben.Jetzt würde ich mir wünschen, man könnte dieses Problem beschildern. „Klare Kante“ wäre eine schöne Aufschrift.
Warum das Granitpfalster für manche zum Problem wird, lesen Sie hier.
Das Problem hat die Farbe der Umgebung, ist nur etwa zwei Zentimeter hoch und knifflig. Für manche Radfahrer ist es so wirkungsvoll wie eine Längsfräsung, für Fußgänger ein Stolperstein. Und wenn das, was wir in der Redaktion innerhalb einer Woche vor dem Fenster beobachten keine Häufung von fünf Zufällen ist, dann ist die Granitkante zwischen Gehweg und Fahrbahn in der Altstadt für einige eine ziemlich schmerzhafte Erfahrung.
Ich räume ein, dass die Ästhetik eines durchgehenden Granitpflasters durchaus was hat. Aber in Schönheit zu stürzen tut auch weh. Vielleicht fällt ja irgendjemanden zum Thema klare Kante mehr ein als mir?