Siegenburg feiert seine „neue“ Schule

Von Lucia Pirkl · 14. Juni 2026 um 11:00

Erste Gespräche gab es vor mehr als zehn Jahren, nun war Einweihung: Die Erweiterung der Herzog Albrecht Schule sichert langfristig auch den Mittelschul-Standort im Landkreissüden.

Mehr als zehn Jahre sind vergangen vom ersten Gespräch bis zur feierlichen Einweihung des Erweiterungsbaus an der Herzog Albrecht Grund- und Mittelschule in Siegenburg. Was ihre Vorvor-Gängerin einst angestoßen hatte, konnte Rektorin Marion Häusler-Lindl am vergangen Freitag nun freudig den geladenen Gästen präsentieren: nämlich eine Schule mit mehr Licht, mehr Platz, einer Mensa und modernen Fachräumen. Räume, in denen man mit mehr Spaß an Unterricht und Lernen rangeht. An der Herzog Albrecht Schule hat die Zukunft begonnen.

Bevor die gesamte Schulfamilie und alle Interessierten am Nachmittag gemeinsam feierten, diente der Festakt am Vormittag vor allem auch der Rückschau auf die Entstehung. Es sei eine große Freude und man sei schon ein wenig stolz, verriet Schulleiterin Häusler-Lindl den geladenen Gästen. Bis zur Fertigstellung brauchte es drei Rektoren, viel Zeit, Energie und so manchen Schweiß, „aber die Anstrengungen haben sich gelohnt“.

Nur Spaß: Die 5 a zeigte typische Ausreden im Englischunterricht. - Foto: Pirkl

Stetiger Schülerzuwachs fordert Platz

Das Gebäude sei nicht nur funktional sondern auch optisch ansprechend und biete beste Voraussetzungen fürs Lernen. Das Bauprojekt sei zwar beendet, so die Schulleiterin, aber die Aufgaben nicht abgeschlossen, denn der stetige Schüler-Zuwachs sei gleichzeitig Vertrauensbeweis und auch Herausforderung. Der Platzbedarf höre nicht auf, vor allem im Bereich des Sports.

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Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier blickte zurück auf das erste Gespräch, das er 2015 mit der damaligen Rektorin Renate Heinrich-Köppl geführt hatte. Die machte ihn unter anderem auf die räumlichen Anforderungen im Bereich Ganztagsbetreuung aufmerksam. „Vielen Dank, dass sie mich überzeugt haben.“ Es folgten viele Gespräche, mit vorgesetzten Behörden, die Finanzierung wollte schließlich gut durchdacht sein. „Dafür haben wir einige Projekte nach hinten verschoben oder ganz ausgesetzt“, sagte Bergermeier, zum Beispiel die Hopfenhallensanierung oder den Marienplatz.

Der Anbau der Mittelschule bietet Fachräume, eine Mensa und Platz für den Ganztag. - Foto: Pirkl

Das Gebäude, das entstanden sei, sei sehr vorausschauend und gut geplant, nicht nur von den Architekten sondern auch durch die vorangegangenen Gespräche mit Schulleitern und Vertretern der Ganztagsbetreuung. Nicht weniger als eine Mensa, verschiedene Fachräume und mehr Platz für den Ganztag waren der Anspruch. Letztendlich kostete der Anbau 8,7 Millionen, 3 Millionen davon sind Fördergelder. Dank der Unterstützung des Kämmerers sei Siegenburg trotzdem schuldenfrei, war es Bergermeier wichtig zu betonen. Ausdrücklich bedanken wollte sich Bergermeier auch beim Schulverband und dem Mittelschulverbund, ohne deren Unterstützung die Realisierung nicht möglich gewesen wäre.

„Welcome, bienvenue“: Zur Einstimmung gab‘s eine mehrsprachige Begrüßung. - Foto: Pirkl

Der Förderverein der Mittelschule wiederum beschenkte Bergermeier mit einem Stein für seinen Einsatz für die Schule. Ihm sei es zu verdanken, dass Siegenburg nicht aus dem Mittelschulverbund geworfen wurde, mit der räumlichen Erweiterung, neben Neustadt und Abensberg, ein attraktiver Standort im Mittelschulverbund im Landkreissüden bleibt. Für Bergermeier war dieses besondere Geschenk eine Überraschung.

Kinder steuerten das Rahmenprogramm bei

Lobende Worte fand auch Schulrätin Brigitte Schönhofer-Bohrer, „wer heute durch diesen Anbau geht, spürt, hier sind Räume entstanden, die Entwicklung ermöglichen“. Auch Harald Wintersberger, Verbundkoordinator und Rektor der Mittelschule Neustadt/Donau meinte, das Ergebnis könne sich sehen lassen. Gut vorbereitet hatten sich nicht nur die einzelnen Redner. Auch die Schüler hatten mit viel Engagement ein buntes Rahmenprogramm einstudiert. Für Kurzweil zwischen den Reden sorgten die Schulspielgruppe mit einem Blütenstaub-Tanz, der Schulchor, die Klasse 5a mit englischen Sketchen oder auch der Schulchor der vierten Klassen. Mit einer Segnung durch Pfarrer Franz X. Becher und einer Führung sowie einem anschließendem gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa endete der offizielle Festakt für die geladenen Gäste.

Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier bekam ein besonderes Geschenk zum Dank. - Foto: