Es gibt jetzt Sport vor Ort in Siegenburg

Sandra Batz ist sich ganz sicher: Schon wenige Übungen am Trainingsparcours beim Spielplatz beim Turnerhölzl in Siegenburg helfen schon, das Herz-Kreislauf-System zu stärken. Und die Fitnesstrainerin betont, dass man damit auch noch im hohem Alter beginnen kann. Sie bietet dort jetzt ein kostenloses regelmäßiges Sportangebot.
Dienstag, 16. Juni, ab 10 Uhr will Batz erstmals „Sport vor Ort“ in Siegenburg anbieten. Die Aktion gehört zum Projekt gleichen Namens, das in diesen Tagen in mehreren Orten im Landkreis Kelheim startet. „Das Bundesgesundheitsministerium will, dass sich mehr Menschen in Deutschland bewegen“, berichtet Franziska Häffner, die Geschäftsführerin der Gesundheitsregion Kelheim Plus, unter deren Dach das Projekt läuft.
Bis in den Oktober hinein finden nach ihren Worten an unterschiedlichen Orten im Landkreis kostenlose Bewegungsangebote statt. Treffpunkte sind Parcours wie eben der in Siegenburg. „Vor allem geht es darum, Freude an der Bewegung zu vermitteln“, sagt Batz. Sie ist sich auch sicher, dass das auf diese Weise klappen kann. Beide betonen, dass man absolut keine sportlichen Voraussetzungen mitbringen muss. Auch sei es nicht notwendig, die Geräte am Parcours zu beherrschen. Bequeme Kleidung - das genüge.

Das sei eben das Ziel des Projekts: „Den Menschen ein niederschwelliges Angebot zu machen.“ Grundsätzlich ist dieses an alle gerichtet, die sich mehr bewegen möchten. Insbesondere denke man an die Menschen, die noch nicht Mitglied in einem Sportverein oder eine Trainingsgruppe sind. Batz räumt aber ein, dass der regelmäßig Termin immer um 10 Uhr schon zeige, wen sie besonders im Blick habe: „Rentner und Mütter mit kleinen Kindern.“ Die hätten da Zeit, und letztere oftmals sonst keine Möglichkeiten für Sport. Die Fitnesstrainerin betont, dass die Kinder mit dabei sein dürfen.
Noch steht der Trainingsplan für Siegenburg nicht fest
Die erste Trainingsstunde am Turnerhölzl vermag Batz noch nicht zu beschreiben. Das hänge schon davon ab, wie viele Teilnehmer es sein werden. Grundsätzlich wird es ein sinnvolles Aufwärmen davor und Dehnen danach geben. Häffner macht ihr durchaus Mut: „In Saal haben wir schon angefangen, und da sind zum ersten Mal 18 Teilnehmer gekommen.“ Wie auch immer - ein Problem wird es sicherlich nicht geben. „Zu viele können es nicht sein“, betont Batz beim Gesprächstermin am Parcours. Selbst wenn die einzelnen Geräte besetzt sind, könne man zum Beispiel etwas auf der Wiese machen. Iris Graßl, die in der Gemeindeverwaltung als Ansprechpartnerin für das Projekt zur Verfügung steht, berichtet, dass man auf alle Fälle mittels Handzettel Werbung für das Angebot gemacht hat.
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Die Übungen, die da am Anfang stehen werden, seien einfach zu bewältigen. Das beweist dann gleich einmal Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier, der mit zum Gespräch gekommen ist. Batz stellt in zu zwei Reckstangen. Die sind aber in einer niedrigen Höhe montiert, so dass man mit den Beinen noch am Boden stehen kann. Er muss jetzt Klimmzügen ähnliche Übungen machen - aber eben mit den Füßen am Boden. Der Rathauschef, immerhin ja schon jenseits der 70 Lebensjahre, bekommt das gut hin.

Vorgesehen ist, bis zum 6. Oktober alle zwei Wochen für rund 45 Minuten am Turnerhölzl ein Trainingsprogramm anzubieten. Batz und Häffner betonen, dass niemand verpflichtet sei, regelmäßig zu kommen. Und wer am 16. Juni noch nicht dabei sein wird, dürfe selbstverständlich zu einem der Folgetermine kommen. Da man schon vor allem an Freiluftsport denke, werde es im weiteren Herbst und Winter keine Angebote geben. „Wir gehen aber davon aus, dass es dann im kommenden Jahr schon wieder weitergeht“, blickt Häffner nach vorne.
Parcours in Siegenburg gut angenommen
Nach ihren Worten habe man vor geraumer Zeit alle Kommunen im Landkreis abgefragt, ob es grundsätzlich Bedarf am beschriebenen Angebot gibt. Letztendlich wird in diesem Sommer in sieben verschiedenen Orten ein solcher Sporttreff auf die Beine gestellt. In Absprache mit den jeweiligen Kommunen suchte man den geeignete Standorte für die Trainingseinheiten aus. In Siegenburg musste man dann in den Augen von Bergermeier nicht lange suchen: „Der Parcours wird jetzt schon sehr gut angenommen.“ Die Übungsleiterin für Siegenburg fand Häffner dann nach eigenen Worten über Kontakte im Arbeitskreis, der sich am Landratsamt für das Projekt gebildet hatte.