Labertalfestival wieder zwei Tage lang: Vorbereitungen in Schierling laufen auf Hochtouren

Von Daniel Steffen · 11. Juni 2026 um 11:00

„Endlich wieder zwei Tage“, heißt es in freudiger Erwartung auf das kommende Labertalfestival. Zwei Tage Band-Vergnügen, zwei Tage feiern – und vielleicht noch ein bisschen länger campen, heißt in Schierling im Landkreis Regensburg die Devise. Nach redlichen Bemühungen ist es den Veranstaltern vom Verein Rockbühne gelungen, genug ehrenamtliche Helfer zu finden, so dass das Festival seine „alte “ Dauer wieder hat.

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Rockbühne-Vorstand Florian Götzfried führte das auf die neuen Vereins-Mitglieder zurück – und deren Bereitschaft, sich für das Festival zu engagieren. Zudem sei der Wunsch von vielen Festival-Besuchern groß gewesen, das Open Air wie zuletzt 2019 auf zwei Tage auszudehnen. Somit sei die Veranstaltung nicht mehr auf 1000 Besucher beschränkt, sondern in einer Größenordnung von 2500 bis 3000 Besucher vorgesehen.

Rund geht es im Freizeitzentrum vom 7. bis zum 8. August – und zahlreiche Bands aus der Region und weit darüber hinaus haben sich angekündigt. Wie es dem Charakter des Festivals entspricht, bietet sich eine große musikalische Auswahl durch die Genres. Mal kann man vergnügt zu Hip-Hop-Texten abfeiern, mal beim Metal seine Mähne durchschütteln oder gemeinsam mit den Musikern Party-Hits aufs Korn nehmen. Darüber hinaus bieten sich genügend gemütliche Plätze zum Verweilen, wie etwa am Hügel, der gern von den Besuchern in Beschlag genommen wird.

Liquid & Maniac als „Spitze des Gaudibergs“

Wie wäre es etwa mit Liquid & Maniac? Erstmals beehrt das Kult-Duo das Labertalfestival. Als „Spitze des Gaudibergs“ wollen die beiden Mundart-Rapper das Publikum zum Kochen bringen. Dank des Elan- und kraftvollen Sprechgesangs dürfte dies am Veranstaltungs-Freitag gelingen. Die Vorfreude ist jedenfalls groß: „Die Gaudi wird real“, verspricht Rapper Maniac, der großen Wert auf freche Texte mit sozialer Botschaft legt. Es sei für das Duo eine große Ehre, um 20.45 Uhr als Headliner auftreten zu dürfen. Dies gilt auch für den Wiener Künstler Salò und seine Band, die direkt im Anschluss die Zuschauer mit NDW, Post-Punk und Electro Clash begeistern wollen. Zwischen Psychedelic, Progressive Rock und Alternative indes bewegt sich die Band Jewelled Moon aus Tübingen, die schon dreieinhalb Musik-Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Der Auftritt ist für Freitag um 19 Uhr angesetzt. Beide Gruppen können auf der Hauptbühne bestaunt werden, die wie gewohnt am Fuße des Hügels aufgebaut wird.

Debüt in Schierling: Das Mundart-Rap-Duo Liquid & Maniac ist zum ersten Mal beim Labertalfestival dabei. - Foto: Felix Bloechinger

Ein Wiedersehen gibt es mit den Allstar Pussies: Die Rottenburger zerlegen gern Kult-Hits aus vielen Sparten und präsentieren diese in ihrer ganz eigenen Version. Ob Rock, Metal, Punk oder Party-Hits – es gibt kaum ein Genre, das von den Musikern aus Rottenburg verschont wird. Einen Eindruck davon kann man sich zum Abschluss des Festival-Freitags nach Mitternacht machen.

Zum Frühschoppen am Samstag werden sich die Diatoniks auf der Bühne austoben. Unter dem Begriff Elektronische Volksmusik vereinen die Musiker aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck verschiedene Stile miteinander – man kann sich also auf punkige Polkas und rockige Zwiefache freuen.

Intensive Emotionen und chaotische Beziehungen

Am Samstag rocken ebenso Annie Taylor aus Zürich die Bühne. Mittlerweile hat die Band ihr drittes Album Out of Scale veröffentlicht, in dem es um „intensive Emotionen, chaotische Beziehungen und große Träume“ geht. On Tour sind die Schweizer quer durch Europa. In nur wenigen Jahren wuchs die Fangemeinde beachtlich heran – und ab 22.30 Uhr hat die Band die Ehre, als Haupt-Gig aufzutreten.

Eine Empfehlung gibt das Regensburger Label The Gaudi Is Real für die Landshuter Künstlerin Fraenko ab: Die Sängerin und Songwriterin hat sich dem Soul, Trip-Pop und Hip Hop verschrieben und gibt in Schierling die Songs ihres Debütalbums Mask Off zum Besten. Ihr Auftritt ist am Samstagabend ab etwa 19.30 Uhr auf dem Forest Stage, wo zuvor das „Zirkuszelt“ aufgebaut war.