Backhaus in Neukirchen kann wieder aufgebaut werden

Im Vorfeld der kommenden Gemeinderatssitzung in Train (Landkreis Kelheim) hat Bürgermeister Armin Stiegler (CSU) gute Nachrichten zu verkünden. Es spricht alles dafür, dass das Backhaus im Ortsteil Neukirchen, das im Winter von einem Transporter in Trümmer gelegt wurde, wieder aufgebaut werden kann.
„Mittlerweile steht fest, dass die Kraftfahrzeugversicherung des ungarischen Unfallverursachers für den Schaden aufkommt“, berichtet Stiegler im Gespräch mit dieser Zeitung. Im Februar betonten sowohl der damalige Bürgermeister Gerhard Zeitler als auch der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Siegenburg, dass erst einmal diese Frage zu klären sei, bevor man entscheide, auf welche Weise es weitergeht.
In der Ratssitzung, die am Mittwoch um 19 Uhr im Sitzungssaal im Zehentstadl beginnt, haben laut Stiegler die Räte zu entscheiden, ob das Gebäude wieder aufgebaut wird. Er könne sich aber eigentlich keine andere Entscheidung vorstellen. Und so sollen nach seinem Plan in der nichtöffentlichen Sitzung auch gleich die Aufträge dafür vergeben werden.
Das Backhaus in Neukirchen existierte seit 1968
Seit 1986 stand das Gebäude, in dem sich auch noch eine Unterstellmöglichkeit für Menschen befand, die auf den Bus warten. Das Gebäude mit Buswartestelle und Backhaus ist dereinst im Zusammenhang mit der Flurbereinigung errichtet worden und befand sich wie berichtet im Eigentum der Gemeinde Train. Früher wurde das Backhaus oft auch von Privatleuten genutzt. In der jüngeren Vergangenheit nutzten es immerhin Vereine – etwa bei Dorffesten.
Ein weiteres Thema der Sitzung ist der Kindergarten. Bei dem gebe es einen Spielturm, der laut Stiegler schon arg in die Jahre gekommen sei. Nun müsse entschieden werden, ob er erneuert wird oder nicht. Da es sich ja um einen kirchlichen Kindergarten handle, bei dem die Kommune der Aufwandsträger sei, müsse man dann auch noch mit der Pfarrei darüber sprechen.
Beschlüsse werden verkündet
Weiter ist laut Tagesordnung zu entscheiden, an welcher Stelle der angeschaffte Kühlanhänger untergebracht wird. Der ist im Rahmen des Regionalbudgets gekauft worden. Beschlüsse aus nichtöffentlichen Sitzungen werden bekannt gegeben. Dabei geht es um neue Rolltore für die Bauhofhalle, um ein Beratungsangebot im Rahmen des Breitbandausbaus und um die Behandlung öffentlicher Flächen im Baugebiet Lärchenweg im Ortsteil S. Johann.
Die Gemeinderäte müssen darüber hinaus Protokolle früherer Sitzungen genehmigen und grünes Licht für Rechnungen geben. Oftmals genehmigt der Trainer Bürgermeister solche schon im Vorfeld von Sitzungen, damit der jeweilige Betrieb nicht zu lange auf Bezahlung warten muss. Bisher war es kaum einmal der Fall, dass es dann im Gremium Debatten darüber gab.
Der Punkt Informationen und Anfragen schließt den öffentlichen Teil der Sitzung des Trainer Gemeinderats ab. Im Gremium der Legislaturperiode von 2020 bis in den diesjährigen April gab es Diskussionen, weil der damalige Bürgermeister Gerhard Zeitler diesen Punkt oftmals nicht auf der öffentlichen Tagesordnung vorgesehen hatte.